"Little Women" startet in den deutschen Kinos

Gut einen Monat nach der Veröffentlichung in den USA kommt Greta Gerwigs Neuverfilmung des Romanklassikers "Little Women" nun auch in die deutschen Kinos. Nicht nur die Starbesetzung mit Saoirse Ronan, Emma Watson und Meryl Streep macht das gefühlvolle Historiendrama sehenswert.

Die Neuinterpretation des Buchklassikers von Louise May Alcott (1868) beginnt, wie auch die Vorlage, in Neuengland des 19. Jahrhunderts. Die March-Schwestern Meg (Emma Watson, "Die Schöne und das Biest"), Jo (Saoirse Ronan, "Lady Bird"), Beth (Eliza Scanlen, "Babyteeth") und Amy (Florence Pugh, "Midsommar") wachsen bei ihrer Mutter (Laura Dern, "Marriage Story") auf, während ihr Vater (Bob Odenkirk, "Better Call Saul") im Bürgerkrieg kämpft.

Die Träume und Wünsche der vier Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein, und so hat jede mit ihren eigenen Hindernissen in der starren Gesellschaft dieser Zeit zu kämpfen: Jo will Schriftstellerin werden, während die älteste Schwester Meg sich der Ehe hingibt. Beth hingehen möchte für ihre Eltern da sein und Amy, die Jüngste, möchte ihrer Leidenschaft des Malens nachgehen.

Greta Gerwig verleiht "Little Women" frischen Wind

Gerwigs Adaption ist bekanntlich nicht die erste des Romans – 1994 spielte beispielsweise Winona Ryder die Jo in "Betty und ihre Schwestern" – und doch überrascht der Film mit einigen Neuheiten. In ihrer zweiten Soloregie gelingt Gerwig nach "Lady Bird" ein weiteres, herzerwärmendes Kinoerlebnis, und das ganz ohne Hollywood-Kitsch. Zudem arbeitet die Regisseurin mit Zeitsprüngen und fügt vor allem eine neue Ebene in der Zukunft hinzu, in der Jo ihr Glück in New York versucht. Besonders die schauspielerische Leistung der Schwestern überzeugt, und auch Nebenfiguren wie der Nachbarsjunge Laurie (Timothée Chalamet) und die reiche Tante (Meryl Streep) verzaubern die Zuschauer mit ihrem Charme.
 

Veröffentlich am 28.01.2020