Außergewöhnlich wie er selbst: Herbert Feuerstein schrieb seinen eigenen Nachruf

Herbert Feuerstein starb am 6. Oktober dieses Jahres im Alter von 83 Jahren in Erftstadt. Vor fünf Jahren beschloss er vorsorglich, seinen eigenen Nachruf zu verfassen. So außergewöhnlich wie Herbert Feuerstein war, so außergewöhnlich sind eben auch die Sendungen zu seinem Tod.

In Erinnerung an den legendären Entertainer zeigt der WDR den Film "Herr Feuerstein schreibt seinen Nachruf - Und lebt noch 2091 Tage" in der WDR-Mediathek. Darin lässt er zum ersten Mal ein Kamera-Team in sein Haus: Anke Engelke durfte ihn besuchen und ihm vor laufenden Kameras persönliche Fragen stellen - auch zum selbstbestimmten Sterben.

Kombiniert wird der Film mit Ausschnitten aus zahlreichen Fernsehsendungen sowie älteren Portraitfilmen, die gemeinsam mit Harald Schmidt und Bastian Pastewka zu runden Geburtstagen Herbert Feuersteins entstanden. Der Untertitel "Und lebt noch 2091 Tage" sei "so ungewöhnlich wie Herbert Feuerstein" heißt es in der Mitteilung des Senders.

"Herbert Feuersteins Nachruf auf sich selbst"

Im Film wird auch die Entstehung des im Januar 2015 verfasste Hörfunk-Beitrags "Herbert Feuersteins Nachruf auf sich selbst" von Michael Lohse thematisiert. Diese 115-minütige autobiografische Sendung beleuchtet die Phasen seines Lebens und Schaffens wie gewohnt humorvoll selbstkritisch.

"Ich will nicht lang drum rum reden, ich bin jetzt tot, und Sie, liebe Hörerinnen und Hörer, werden das eines Tages auch sein." Zu hören sollte der Nachruf erst nach seinem Tod sein. Der Radiosender WDR5 hat "Herbert Feuersteins Nachruf auf sich selbst" hier auf seiner Webseite veröffentlicht.

Den Film "Herr Feuerstein schreibt seinen Nachruf - Und lebt noch 2091 Tage" gibt es hier in der WDR-Mediathek bis zum 7. Oktober 2021 .

 

Veröffentlich am 08.10.2020
Aktualisiert am 12.11.2020