Die ARD stellt Kanzlerin Merkel vor Gericht

Im Jahr 2034 verwüsten Dürren, Stürme und Überschwemmungen die Erde. Die Lebensgrundlage von Millionen Menschen ist vernichtet. Und wer ist Schuld? Das versucht die ARD in "Ökozid" herauszufinden und stellt dafür sogar die Kanzlerin vors TV-Gericht.

Klimawandel ist was für streikende Schüler und es wird schon jemand rechtzeitig was erfinden, um das Problem rechtzeitig zu beheben? Nein. Die menschengemachte Katastrophe klopft bereits an. Und was passieren könnte, wenn wir nicht auf höchster Ebene konsequent reagieren, zeigt das packende Gerichtsdrama, inszeniert von Andres Veiel.

Am 18. November 2020 im Ersten zu sehen und natürlich auch in der Mediathek (verfügbar bis 16. Dezember 2020).

Im Film klagen 31 Nationen aus dem globalen Süden, die die verheerenden Folgen des Klimawandels am härtesten getroffen haben, die Bundesrepublik vor dem internationalen Gerichtshof an. Wchtigste vertreterin des Regimes zu der zeit, zu der man noch rettende Maßnahmen hätte ergreifen können: Angela Merkel.

Hier ein erster Einblick,:

 

Der Umweltthriller packt nicht nur, weil er raffiniert inszeniert ist. Sondern auch wegen seiner beängstigenden Nähe zur Realität. Denn die ersten katastrophen (Dürren, Brände und Co.) spüren wir schon und tatsächlich  sind die Länder des globale Südens, obwohl am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich, mit die größten Leidtragenden. 

Bleibt nur zu hoffen, dass wir es nicht wie im Film versäumen, die jetzt noch bestehenden Möglichkeiten auf Regierungsebene zu nutzen, um eine bessere Zukunft zu sichern. Und mit wir ist schon in erster Linie die Regierung gemeint, aber wir alle auch. 

Veröffentlich am 18.11.2020