"Schattenmoor": ambitionierte ProSieben Eigenproduktion verbindet geschickt Fernsehen und Internet

"Schattenmoor" ist seit sieben Jahren der erste selbstproduzierte Film von ProSieben – am 11. Dezember 2019 wird er ausgestrahlt, aber schon jetzt ist "Schattenmoor" ein Event. Vorab werden im Internet einige Szenen veröffentlicht, die auf den Mystery-Thriller einstimmen sollen.

"Schattenmoor" – das sind Moore, Wälder und ein Internat, das dunkle Geheimnisse birgt. Zwei Schüler verschwinden und schon bald merkt Protagonistin Emma, dass es auf dem neuen Internat nicht mit rechten Dingen zugeht. Blutige Nachrichten verschwinden ebenso plötzlich, wie sie aufgetaucht sind und Wesen ohne Gesicht schleichen durch die Gänge.

Hinzu kommt, dass Emma, die Neue, der verschwundenen Ann-Sophie zum Verwechseln ähnlichsieht – eine Tatsache, die nicht nur bei den Charakteren des Films für Verwirrungen sorgt. Ist alles nur eine aberwitzige Verschwörung oder sind hier wirklich übernatürliche Kräfte am Werk?

Interaktives Format des Films steht US-Serien in nichts nach

Mit der neuen Eigenproduktion "Schattenmoor" hat sich ProSieben einiges vorgenommen. Das Projekt ist so genial, wie es ambitioniert ist: Ab dem 1. Dezember wird jeden Tag eine 20-minütige Folge als Einstimmung auf den Blockbuster veröffentlicht. 

Auf der offiziellen Seite des Films können die Zuschauer und Besucher in den Handys der vermissten Schüler nach Hinweisen suchen. Es gibt sogar eine Instagram-Page der verschwundenen Ann-Sophie, die ganz nach einem echten Social Media Profil eines Teenagers aussieht. Auch die anderen Schüler des Internats glänzen mit Internet-Auftritten, Instagram-Seiten und YouTube-Accounts, die sich die Zuschauer vor dem Sendetermin des Films ansehen können.

ProSieben reiht sich damit in US- und UK-Produktionen ein, die schon seit längerem auf Serien und Filme setzen, die über mehrere Kanäle – Fernsehen, Facebook, Internetseiten – erzählt werden. Noch etwas weiter ging 2018 die Netflix Eigenproduktion "Black Mirror: Bandersnatch", in der die Zuschauer selbst entscheiden konnten, welche Stränge der Geschichte sie verfolgen möchten.
 

Veröffentlich am 06.12.2019
Aktualisiert am 08.12.2019