Stefan Raab: In seiner neuen TVNOW-Show wird jeder Moderator durchgeröstet

In der neuen Late Night Show "Täglich frisch geröstet" kriegt jeder Moderator ordentlich sein Fett weg. Produziert wird das TVNOW-Format (ab 16.11.) von Stefan Raab.

Jemanden „Roasten“, heißt in der TV-Fachsprache so viel wie eine Person rösten oder grillen. Bei einem Roast werden Witze auf Kosten des Gegenübers gemacht, natürlich in wohlwollender Absicht. Auf diesem Prinzip baut die neue Late Night Show "Täglich frisch geröstet" auf, die laut RTL alles haben wird, was dieses Format ausmacht: Eine Live-Band, Studio-Aktionen, prominente Gäste & Talks zu tagesaktuellen Themen.

Doch in einem Punkt wird sich die neue TVNOW-Show, bei der Stefan Raab erstmals für RTL arbeitet, von allen bisherigen Late Night Shows im deutschen Fernsehen, wie z.B. „TV Total“, „Die Harald Schmidt Show“ oder „Late Night Berlin“ unterscheiden: In jeder Show muss ein Moderator (oder neudeutsch „Host“) gegen einen „Roaster“ antreten. Während der Host sich der Herausforderung stellt, die Show möglichst unterhaltsam und professionell zu moderieren, wird der Roaster kein Blatt vor den Mund nehmen und ihn ordentlich durchrösten, um ihn am Ende zu bewerten.

"Täglich frisch geröstet" startet am 16 .November

So richtig überzeugt scheint RTL/TVNOW von dem neuen Konzept aber nicht zu sein: Anders als bei anderen Late-Night-Shows wurden erstmal nur acht Folgen für den Streaming-Dienst angekündigt, die alle von Raab TV produzieren werden. Wie immer, wenn Stefan Raab (54) seine Finger im Spiel hat, stellt sich natürlich die Frage, ob er in der Show auch vor der Kamera auftritt? In diesem Fall wäre die Rolle des „Roasters“ ja prädestiniert für den legendären TV-Entertainer. Doch auch bei "Täglich frisch geröstet" geht die Wahrscheinlichkeit wohl eher gegen null. Raab konnte in den letzten fünf Jahren der Versuchung vor der Kamera  immer wiederstehen – die für ihn scheinbar nicht mehr existiert.

Ab dem 16. November bei TVNOW. Eigentlich soll die Show ab dem 11.11. mit Publikum in Köln produziert werden, doch die ansteigenden Corona-Zahlen könnten Live-Zuschauer verhindern.

Veröffentlich am 20.10.2020
Aktualisiert am 12.11.2020