Verrückte Idee: Der „Tatort“ mit Maria Furtwängler soll zum Musical werden

Bisher hat man „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm nicht singen gehört. Doch das soll sich dringend ändern, wenn es nach dem Willen von Maria Furtwängler geht.

Seit fast zwanzig Jahren spielt Maria Furtwängler (54) die etwas spröde wirkenden „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm, die neuerdings mit ihrer Partnerin Anais Schmitz (Florence Kasumba) im beschaulichen Göttingen ermittelt.  Nach einem Bericht der „Bild“ will Furtwängler jetzt mit ihrer Rolle experimentieren und plant einen „Musical“-Tatort. Angeblich gab es bereits konkrete Gespräche mit Udo Lindenberg zu dem Projekt. Furtwängler und der 74-jährige Lindenberg traten 2018 gemeinsam bei der "Ein Herz für Kinder"-Gala auf. 

Florcence Kasumba hat reichlich Musical-Erfahrung

Was ihre Teamkollegin Florence Kasumba über die sonderbare Idee von Furtwängler denkt, ist nicht bekannt. Für die 43-jährige wäre ein Musical-Auftritt aber kein Neuland: Sie hat deutlich mehr musikalische Erfahrung als ihre Partnerin und stand u.a. für die Musicals „König der Löwen“, „West Side Story“ und „Cats“ auf der Bühne.  Der NDR äußerte sich nicht zu dem musikalischen „Tatort“-Experiment, das Projekt sei aktuell „nicht spruchreif“, heißt es aus Sender-Kreisen.

Fünf Fakten zum Tatort:

  • Der „Tatort“ feierte seine Premiere 1970 in der ARD.
  • Bislang erschienen über 1100 „Tatort“-Filme.
  • Mittlerweile werden etwa 35 neue Folgen pro Jahr gezeigt.
  • Am erfolgreichsten ist der „Tatort: Münster“ mit einer durchschnittlichen Einschaltquote. von 12,85 Millionen Zuschauern.
  • Aktuell gibt es 22 „Tatort“-Teams, die am Sonntag im Ersten ermitteln.

Es ist nicht das erste Mal, dass der „Tatort“ im Ersten als TV-Versuchsobjekt missbraucht wird. Es gab in der Vergangenheit bereits einen Improvisations-„Tatort“, einen Echtzeit-„Tatort“  und einen Mundart-„Tatort“. Bei den Zuschauern fielen bisher alle Experimente durch.

Der „Tatort: Murot und das Murmeltier“ von 2018, in dem Ulrich Tukur als LKA-Ermittler in einer Zeitschleife gefangen ist, gilt dagegen als gelungenes „Tatort“-Experiment.

Im letzen "Tatort" aus Berlin war die Leiche der echte Vater von Meret Becker. 

Veröffentlich am 14.10.2020
Aktualisiert am 12.11.2020