„The Voice of Germany“: 3, 2, 1, Douglas! Der Cowboy kommt weiter

Merkwürdige Kombinationen und unpassende Songs haben die vierten „Battles“ bei „The Voice of Germany“ bestimmt. Nur eine gewagte Kombi funktionierte an diesem Abend wirklich.

Die Kandidaten Claudia Pahl und Douglas Adkins aus dem Team Garvey/Haber sorgten für den sensibelsten und emotionalsten Moment des Abends. „ Billie Eilish kenne ich nicht“, gab der 56-jährige Country-Sänger zu, als er erfuhr, dass die beiden „Ocean Eyes“ singen sollten. Dennoch ließ er sich auf das Experiment ein.

Zwar hatte die 25-jährige Claudia Pahl die passendere Stimme zum Song, doch Douglas Adkins überzeugte mit viel Feingefühl und war der leise Star auf der Bühne. „Das hatte was von Johnny Cash und seiner Tochter“, resümierte Moderator Thore Schölermann.

Stefanie Kloß, bekanntlich nah am Wasser gebaut, muss sich mal wieder schnäuzen, bevor sie ihr Lob loswerden konnte: „Ihr habt mich so berührt. Ihr habt mich umgeblasen“, gab sie unumwunden zu. Man habe gemerkt, dass Douglas ein Gentleman sei und einen Schritt zurücktrete, um Claudia Raum zu lassen.

Samu Haber und Rea Garvey waren sich diesmal mehr als einig und entschieden sich nach Publikums-Countdown mit „3,2,1“ für Douglas Adkins.

Nach einer ganzen Reihe beliebiger Duette endete die vierte Sendung dann mit einer emotionalen Performance, die aber alles andere als ein musikalischer Höhepunkt war.

Die wichtigsten Fakten zu "The Voice of Germany"

  • Das Castingshow-Konzept basiert auf der holländischen Show "The Voice of Holland", die erstmals 2010 gezeigt wurde.
  • In Deutschland feierte die Show 2011 Premiere bei Sat.1 und ProSieben, mit Nena in der Jury.
  • Nur Michi & Smudo von den "Fanta 4" konten bisher zweimal den Sieger coachen.
  • Seit 2013 gibt es auch den Ableger "The Voice Kids", seit 2018 "The Voice Senior".
  • Annemarie Carpendale wird die Show 2020 zum ersten Mal moderieren.

Die Talents Noah Sam Honegger und Marvin Scondo bekamen von ihren Coaches Stefanie Kloß und Yvonne Catterfeld die Pop-Hymne „I See Fire“ zugeteilt.Ihre Interpretation klang, als würde man abwechselnd zwei ganz unterschiedliche Versionen des Songs hören.

„Ich hab‘ das Gefühl, dass ihr im Duo nicht funktionieren könnt. Ich hab‘ so eine gewisse Schranke gefühlt“, kritisierte Mark Forster. Auch Rea Garvey schloss sich an: „Statt, dass einer von euch mehr gestrahlt hat, habt ihr euch hintereinander versteckt. Ich habe als Battle keinen Hunger gespürt.“

Final entschied sich das Damen-Team für Noah Sam Honegger. Doch auch Marvin Scondo ist eine Runde weiter: Nico Santos „stealte“ ihn in sein Team.

Die letzte Runde der Battles ist am So, 22. November  zu sehen. In den Sing-Offs am nächsten Donnerstag, 26. November (20.15 Uhr)  entscheidet sich, welche zwei Kandidaten eines Teams in die Liveshows dürfen. Dafür treten sie noch einmal innerhalb ihres Teams gegeneinander an.

Veröffentlich am 20.11.2020
Aktualisiert am 21.11.2020