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Queer Eye

So sympathisch und lustig: "Queer Eye" / Foto © Netflix

Queer Eye • Diese Netflix-Serie macht die Welt besser

Binge-Watching-Highlight

Die Welt verbessern mit einer Netflix-Serie beziehungsweise -Show? Geht nicht? Geht doch! Dank dem Makeover-Format "Queer Eye". Und wir sagen auch, warum.

Natürlich kann man sich mit dem neuesten Serienkiller, einem tödlichen Virus oder mörderischen Zombies den Feierabend versüßen. Letztlich geht's ja einfach darum, den Alltag hinter sich zu lassen. Aber was, wenn das auch mit einer Show funktioniert, die noch dazu nettere Menschen aus uns macht? Genau das gelingt dem Netflix-Format "Queer Eye", dessen acht Folgen ein ganz heißer Binge-Watching-Tipp sind.

Erstmal zu den Basics: Die Show gab es in den USA schon von 2003 bis 2007. Damals hieß sie "Queer Eye for a Straight Gay" und bestand darin, dass ein Spezialisten-Team aus fünf schwulen Männern das Leben und den Look eines Hetero-Typen von Grund auf umkrempelte. Eine Vorher-Nachher-Sendung also, in der es aber nicht nur um Klamotten, sondern auch um die Einrichtung zuhause, die Ernährung und den allgemeinen Lifestyle ging.


Foto © Netflix

Netflix spendierte der Show nun ein Comeback. Mit fünf neuen Experten und acht Umstyling-Missionen, die die Jungs in den Süden der USA führen. Dorthin, wo eher Trump gewählt und konservativ gedacht wird. Ein Problem? Nein: Bobby, Tan, Kamaro, Jonathan und Antoni wenden das Leben ihrer Kandidaten mit so überwältigender Herzlichkeit, klarem Talent und genialem Humor zum Besseren, dass Widerstand einfach zwecklos ist. Ob App-Designer, Rentner, Feuerwehrmänner oder Polizist: Keiner kann dem Charme der Jungs widerstehen und nicht wenige stehen am Ende nicht nur mit einem neuen Rundum-Look da sondern auch mit der Erkenntnis, dass man die angestaubten Vorurteile gegenüber Schwulen ganz schnell vergessen kann und sollte.


Foto © Netflix

Dass auf dem Weg zum jeweiligen Episodenfinale zwischen Umkleidekabine, Möbelstore und Küche auch über ernstere Themen geplaudert wird, mindert den Entertainmentfaktor von "Queer Eye" überhaupt nicht. Im Gegenteil: Der Aufruf zum liebevolleren Umgang mit sich selbst und seinen Nächsten berührt und inspiriert. Am Schluss hat man nicht nur gelacht und sich über die gelungene Verwandlung der Kandidaten gefreut, sondern hat auch Lust, sich selbst ein bisschen neu zu erfinden und der Andersartigkeit seiner Mitmenschen weniger mit Misstrauen, sondern mit Neugier, Respekt und einem Lächeln zu begegnen. Wenn das mal nicht die Welt verbessert...

Zuletzt sollte noch erwähnt werden, dass alle fünf Experten einfach unglaublich sympathische Charaktere sind und man die Show nach Möglichkeit im Originalton schauen sollte. Viel Vergnügen (und hoffentlich werden bald neue Folgen gedreht)!


Foto © Gavin Bond, Netflix

Artikel vom 13. Februar 2018

Autor: Katharina Happ

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