Schutzfolien für das Handy – Ein Kaufratgeber

Immer mehr Handy-Nutzer setzen auf Schutzfolien, um ihre Smartphone-Displays vor Kratzern und sonstigen Beschädigungen zu bewahren. Dieser Artikel gibt einen Überblick über das Angebot an Handy-Schutzfolien, erklärt die Unterschiede der einzelnen Modelle und gibt Tipps & Tricks für deren Handhabung.

Was sollten Handy Schutzfolien leisten?


Vorab sei gesagt, dass Handy-Schutzfolien je nach Qualität zwar ausreichend gegen Abrieb und Kratzspuren, aber kaum gegen Beschädigungen durch ein Herunterfallen des Gerätes schützen. Dazu ist die Schutzschicht der Folie im Regelfall zu dünn, außerdem ist zu befürchten, dass die empfindliche Elektronik im Inneren des Smartphones durch den Sturz Schaden erleidet. Am Markt sind zahlreiche Handy-Schutzfolien unterschiedlicher Qualität und Ausführung erhältlich, der Preis bestimmt weitgehend die Qualität. Ab etwa zehn Euro erhält man ein tadelloses Produkt, welches über hohe Kratz- und Abriebfestigkeit verfügt, eine einwandfreie Sicht auf den Bildschirm bietet und störende Reflexionen verringert. Dem gegenüber weisen qualitativ minderwertige Handy-Schutzfolien auch bei normalem Gebrauch bald Abriebstellen und Kratzspuren auf.

 

Keinesfalls darf die Folie die Bedienbarkeit negativ beeinflussen, auch die ungehinderte Sicht auf das Handy-Display muss stets gewährleistet sein. Des Weiteren muss der Einsatz spezieller Chip-Systeme im Handy, wie etwa bei Cubot-Smartphones, problemlos möglich sein. Beim Kauf einer Display-Schutzfolie sollte stets darauf geachtet werden, dass deren Größe, die stets in Zoll angegeben ist, mit dem Handy-Display übereinstimmt. Auf keinen Fall darf die Folie zu kleinformatig sein, da sonst der Bildschirm nicht ausreichend geschützt werden kann. Eine Übergröße ist hingegen weniger problematisch, denn abstehende Ränder können einfach weggeschnitten werden. Generell stellt die Stärke der Folie ein wichtiges Qualitätskriterium dar, da solcherart die Resistenz gegen Kratzer und andere Beschädigungen erhöht wird.

Grundsätzlich erwünschte Eigenschaften von Handy-Schutzfolien:

  • Schutz vor Kratzern und kleineren Beschädigungen

  • Einschränkung des seitlichen Blickwinkels auf das Display

  • Verringerung von Reflexionen

  • Gleichbleibende Kontrastschärfe auch bei Sonneneinstrahlung

  • Uneingeschränkter Bedienkomfort

  • Einwandfreie zentrale Sicht auf den Bildschirm

  • Rückstandsfreies Entfernen der Haftschicht

Arten von Handy-Schutzfolien


Je nach Marktverfügbarkeit sind folgende Typen von Handy-Schutzfolien erhältlich:
 

  • Antischock-Folien (Panzer-Schutzfolien)
    Diese Spezialfolien sind weitgehend kratz- und abriebfest und können sogar Stürze aus geringer Höhe etwas abdämpfen. Materialbeschaffenheit sowie technischer Hintergrund dieser innovativen Handy-Schutzfolien wurden von den Herstellern bis jetzt geheim gehalten. Deutlich erkennbar ist jedoch eine gegenüber anderen Schutzbeschichtungen wesentlich erhöhte Dicke des Materials.
     

  • Antireflektierende Handy-Schutzfolien
    Diese Art von Displayschutzfolien sorgt für eine Verringerung störender Reflexionen auf dem Smartphone-Display, auch die Lesbarkeit des Bildschirms bei Sonnenlicht oder starken Scheinwerfern ist mit dieser Folienbeschichtung in erhöhtem Maße gegeben. Allerdings erscheinen Farbtöne meist matter, als sie in Wirklichkeit sind, auch der zentrale Blick des Nutzers ist – abhängig vom Neigungswinkel des Geräts – mitunter etwas eingeschränkt.
     

  • Transparente Folien
    Diese Folien sind günstig in der Anschaffung und erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sorgen für eine klare Sicht auf das Display sowie eine uneingeschränkte Darstellung von Farben und Kontrasten. Auch der Bedienkomfort ist unverändert hoch. Allerdings weisen transparente Handy-Schutzfolien aufgrund ihrer geringen Dicke von allen Handy-Schutzfolien die geringste Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer und sonstige Beschädigungen auf.
     

  • Blickschutz-Folien
    Blickgeschützte Handy-Schutzfolien bieten ein Plus an Privatsphäre auf dem Smartphone, da der seitliche Blickwinkel auf das Display um bis zu 30 Grad eingeschränkt wird. Der sonstige Produktnutzen hinsichtlich Verkratzungsfestigkeit, Bedienkomfort sowie der Darstellung von Farbnuancen und Kontrasten entspricht in etwa dem Durchschnitt der am Markt angebotenen Schutzfolien.
     

  • Vollverspiegelte Folien
    Wer in der Tasche keinen Platz für einen Taschenspiegel hat, ist mit vollverspiegelten Handy-Schutzfolien gut bedient. Bei eingeschaltetem Display ist dieser Folientyp transparent, gewährt freie Sicht auf den Bildschirm und stellt auch Fotos, die nicht im UIF-Bildformat abgespeichert wurden, einwandfrei dar. Ist das Display ausgeschaltet, reflektiert die Schutzfolie derart intensiv, dass sie wie ein Spiegel wirkt.
     

  • Aufsprühbare Folien
    Folien zum Aufsprühen stellen eine originelle Art dar, sein Smartphone-Display vor Beschädigungen einigermaßen zu schützen. Dabei wird die Schutzschicht mittels einer Sprühflasche auf dem Display aufgebracht. Der Preis aufsprühbarer Folien liegt in der Regel deutlich über jenem herkömmlicher Handy-Schutzfolien, allerdings sitzen aufgesprühte Folien perfekt, wodurch das lästige Zuschneiden wegfällt, darüber hinaus erspart sich der Nutzer den Vorgang des Aufklebens.
     

Das Aufbringen von Handy-Schutzfolien


Grundsätzlich kann man das Befestigen der Schutzfolie durchaus selbst erledigen, wobei das Display zunächst mit einem fusselfreien Tuch (keine Microfaser, diese kann das Display beschädigen) gereinigt werden sollte. Profis besprühen den Bildschirm vor dem Aufbringen der Folie mit einem Wasserzerstäuber, sodass auf dessen Oberfläche ein dünner Wasserfilm entsteht. Der Zerstäuber sollte das Wasser fein versprühen (Glasreiniger sind dafür bestens geeignet), sodass eine gleichmäßige Wasserschicht gebildet wird. Nun geht es an das Aufkleben der Schutzfolie, welche bereits über eine vorgefertigte Klebeseite verfügt. Dabei wird die Schutzfolie vorsichtig an einem Ende aufgesetzt und mit einem Stück Karton langsam von einer Seite zur anderen festgestrichen, wobei kleine Luftbläschen zur Seite hin ausgebügelt werden sollten. Die Klebeseite darf dabei keinesfalls berührt werden, da dies die Klebewirkung verringern kann, außerdem besteht die Gefahr, dass auf den Fingern befindliche Fettflecken die Transparenz der Folie und damit die Sicht auf den Bildschirm massiv beeinträchtigen.

Handy-Schutzfolien – das ist zu beachten


Handy-Schutzfolien können zwar zum Werterhalt eines Smartphones beitragen, indem Beschädigungen vermieden werden, mitunter kann eine Display-Folie aber auch Eintrübungen des Bildes, eine mattere Darstellung von Farben sowie verringerte Kontraste verursachen. Dazu kommt, dass nicht alle Handy-Schutzfolien gleich widerstandsfähig gegen Kratzer und andere Beschädigungen sind und selbst hochwertige Folien bei starker Beanspruchung relativ leicht verkratzen. Daher sollten Handy-Schutzfolien in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, vor allem dann, wenn die Folie bereits eine Beschädigung aufweist, da in diesem Fall für die Restzeit nur mehr eine stark verminderte Schutzwirkung zu erwarten ist. Des Weiteren schmälern Handy-Schutzfolien vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung mitunter die Wirkung von Kontrasten. Um im Rahmen eines Ankauf-Tests die Intensität der Kontrastminderung festzustellen, kann man die Schutzfolie, ohne sie anzukleben, bei starkem Sonnenlicht auf das Display des Handys legen. Danach wird die Schutzfolie entfernt, was einen direkten Vergleich zur Bildschirmdarstellung mit Folie ermöglicht.

Fazit


Ernsthafte Beschädigungen (z.B. durch ein Hinunterfallen des Geräts aus größerer Höhe oder durch Kontakt mit Wasser) kann eine Handy-Schutzfolie kaum verhindern, da dessen vergleichsweise dünne Plastikschicht eine zu geringe Schutzwirkung entfaltet. Vor kleineren Kratzern schützen die Folien aber relativ zuverlässig und tragen so zum Werterhalt des Smartphones bei. Im einschlägigen Fachhandel wird eine Fülle von Handy-Schutzfolien unterschiedlicher Beschaffenheit angeboten, ausführliche Tests vor dem Ankauf bewahren hier vor unliebsamen Überraschungen. Wichtig ist in jedem Fall, dass durch die Schutzfolie der Bedienkomfort des Handys nicht eingeschränkt wird und eine freie Sicht auf den Bildschirm sowie eine weitgehend korrekte Darstellung von Farben und Kontrasten gewährleistet ist.


 

 
 
Veröffentlich am 08.01.2019
Aktualisiert am 05.02.2019