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TV-Serien
In "Babylon Berlin" blicken wir hinter die Kulissen der "Goldenen Zwanziger"

Mit "Babylon Berlin" reisen wir in die "Goldenen Zwanziger" / Foto: © ARD Degeto/X-Filme

"Babylon Berlin": Der Starttermin & mehr zur neuen Serie

Von Regisseur Tom Tykwer

Regisseur Tom Tykwer lässt in "Babylon Berlin" einen Kommissar in den goldenen Zwanzigern ermitteln. Und zwar nicht irgendeinen, sondern Gereon Rath, den Helden aus Volker Kutschers erfolgreicher Krimi-Reihe. Die opulente deutsche Produktion könnte ein Serien-Highlight des TV-Jahres 2017 werden.

+++NEWS+++: Am 8. Februar 2017 gab Sky den Starttermin für die Serie bekannt: Los geht es am 13. Oktober 2017 um 20.15 Uhr auf Sky Atlantic.


∙ Die Schauspieler & ihre Rollen
∙ Streaming & TV: Wann und wo kann man die Serie sehen?
∙ Buchvorlage: Volker Kutschers Bestseller-Krimis
∙ Unglaublich aufwändig: Drehorte und Kulisse
∙ Die Macher

Darum geht‘s

In "Babylon Berlin" steht die Hauptstadt im Zentrum. Mittendrin ein junger Kommissar. In einem Morast aus Korruption, Lügen, Drogen- und Waffenhandel wird seine Loyalität auf eine harte Probe gestellt.

Warum gucken

Eine Zeitreise ins Berlin der 20er Jahre? Klingt aufregend. Vorlage ist eine Bestseller-Serie? Noch besser. Und Regie führt kein andere als Tom Tykwer – der deutsche Filmemacher, der auch in Hollywood Karriere machte. Schon drei Argumente, sich auf die derzeit noch in Produktion befindliche Serie zu freuen.

"Babylon Berlin" – Die Schauspieler und ihre Rollen

Volker Bruch spielt Gereon Rath

Gereon Rath wird in geheimer Mission nach Berlin versetzt, um dort den Fall eines Erpresserrings zu lösen. Der ambitionierte doch politisch uninteressierte Kommissar gerät in der turbulenten Hauptstadt zwischen die Fronten und steht vor einer lebensverändernden Entscheidung.


Foto © Frédéric Batier, X Filme

Volker Bruch spielte nach kleineren Serienrollen die Hauptrolle in "Das wahre Leben" an der Seite von Katja Riemann. Für die Darstellung Charles Spatz erhielt er 2007 eine Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis. Auch für seine Rollen in "Nichts ist vergessen" und "Rose" wurde er nominiert, diesmal für den Deutschen Fernsehpreis.

#einfachmaldieklappehalten #babylonberlin

Ein Beitrag geteilt von Volker Bruch (@volker.bruch) am

Der große Durchbruch im Kino schaffte der gebürtige Münchner dann neben Til Schweiger und Matthias Schweighöfer in "Der Rote Baron". Neben Rollen in Filmen wie "Der Baader Meinhof Komplex", "Der Vorleser" und "Hin und weg" machte er vor allem durch seine Darstellung des Wehrmachts-Offiziers Wilhelm in "Unsere Mütter, unsere Väter" auf sich aufmerksam. Die Hauptdarsteller-Riege des dreiteiligen Fernsehfilms wurde 2014 mit dem Internationalen Emmy Award in der Kategorie Miniserie ausgezeichnet.

Liv Lisa Fries spielt Charlotte Ritter

Charlotte ist Stenotypistin in der Mordinspektion bei der Berliner Polizei. Als einzige Frau kämpft sie mit Vorurteilen unter den Kollegen, wird häufig nicht ernst genommen und verdient obendrein noch schlecht. Doch die hübsche Mitarbeiterin der "Roten Burg", die unglaublich viel und schnell redet, lässt sich nicht unterkriegen und überzeugt durch ihr Wissen und ihren Lerneifer.

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Foto © Frédéric Batier, X Filme

Liv Lisa Fries kann in ihrer zehnjährigen Laufbahn bereits auf große Erfolge zurückblicken. Nach größeren Rollen in "Schimanski – Tod in der Siedlung" neben Götz George und "Bis aufs Blut - Brüder auf Bewährung" wurde die Berlinerin für ihre Rolle in "Sie hat es verdient" mit dem Günter-Strack-Fernsehpreis ausgezeichnet. Für ihre Darstellung der gewalttätigen Jugendlichen Linda erhielt sie bei der Goldenen Kamera 2012 zudem die Lilli Palmer & Curd Jürgens Gedächtniskamera als beste Nachwuchsschauspielerin. In der gleichen Kategorie erhielt sie 2014 für ihre Rolle der Mukoviszidose erkrankten Lea in "Und morgen Mittag bin ich tot" den Bayerischen Filmpreis. Zuletzt war sie als junge Lou Andreas-Salomé im gleichnamigen Kinofilm von Cordula Kablitz-Post zu sehen.

Weitere Rollen

Waléra Kanischtscheff spielt Fallin. Die Stimme des in der Ukraine geborenen Darstellers war schon in Hollywood-Produktionen wie "Deadpool" oder "xXx: Return of Xander Cage" zu hören. Persönlich in Erscheinung trat er in diversen deutschen TV-Produktionen "Anna und die Liebe" oder "Das Adlon. Eine Familiensaga".
Dmitri Alexandrov spielt Selenskij. Alexandrov ist in Russland geboren und aufgewachsen, 1994 zog er nach Deutschland um und war seither nicht nur im deutschen TV zu sehen (u.a. in "Alarm für Cobra 11" und als Dimitri Levin in "Die Anrheiner"), sondern auch in internationalen Produktionen wie im Kinofilm "Duell – Enemy at the Gates".
Denis Burgazliev spielt Trochin. Der in Moskau geborene Schauspieler war in einer kleinen Nebenrolle in "Die Bourne Verschwörung" mit dabei. In Deutschland war er in "Die Pfefferkörner" in zehn Folgen als Andrej zu sehen.
Oleg Tikhomirov spielt Boris Wolkow. Tikhomirov war als Goran Teil des Casts in drei Episoden der Serie "Tempel" mit Ken Duken.

Throwback2016 - buddymoment #babylonberlin #tomtykwer #dampflok #actor #waitforit

Ein von Oleg Tikhomirov (@oleg_tikho) gepostetes Foto am

Anton von Lucke spielt Stephan Jänicke. Lucke gab sein Kino-Debüt 2016 im Darma "Frantz" von François Ozon.
Roland Wolf spielt Moka Efti. Wolf trat 2014 in "Schoßgebete" als Apotheker auf, war außerdem in Serien und TV-Movies in kleineren Nebenrollen zu sehen (u.a. in "SOKO Wismar").
Joachim Paul Assböck spielt Major Beck. Der 1965 in Köln geborene Schauspieler hat schon kleinere Parts in Hollywood-Produktionen wie "Schindlers Liste" und "Bridge of Spies: Der Unterhändler" übernommen und spielte Episodenrollen in deutschen Produktionen wie "Küstenwache" und "Tatort".
Pit Bukowski spielt Erich Ritter. Bukowski war schon in vier "Tatort"-Folgen mit dabei, Nebenrollen spielte er auch in Serien wie "Der Staatsanwalt" und "Mord mit Aussicht".
Thomas Chemnitz spielt Hauschild. Chemnitz sah man unter anderem in Nebenrollen in "Deutschland 83" und "Frauen, die Geschichte machten". Als Polizist war er im Hollywoodfilm "Der ewige Gärtner" mit dabei.
Matthias Brandt kennt man als Hanns von Meuffels aus "Polizeiruf 110" und aus vielen TV-Movies wie "Männertreu" oder "Ken Folletts Eisfieber".
Peter Kurth kennen "Tatort"-Fans als Kommissar Erik Seidel – von 2011 bis 2015 war er Teil des Frankfurter Ermittlerteams.
Hannah Herzsprung ist spätestens seit ihrer preisgekrönten Rolle im Drama "Vier Minuten" eine gefragte Schauspielerin. Weitere Karriere-Highlights: "Der Baader Meinhof Komplex", "Der Vorleser" und "Who am I" im Kino, die Hauptrolle als Julia in den ersten zehn Folgen der Serie "Weissensee".
Benno Fürmann kennt man aus vielen Kinofilmen wie "Der Krieger und die Kaiserin", "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken" oder "Nordwand".

Lars Eidinger ist ein renommierter Theaterdarsteller, der aber auch schon viele Rollen im TV ("Tatort") und in Kinoproduktionen gespielt hat – zum Beispiel neben Kristen Stewart in den Drama "Die Wolken von Sils Maria" und "Personal Shopper".
Udo Samel kennt man aus Gastrollen in "Tatort"-Filmen, "Danni Lowinski " und als Präfekt Locmariaquer in der "Kommissar Dupin"-Reihe. Er ist außerdem Ensemblemithlied des Wiener Burgtheaters.
Fritzi Haberlandt spielte schon viele Rollen in Kinofilmen wie "Erbsen auf halb 6" und ist 2017 in "Timm Thaler oder das verkaufte Lachen" zu sehen.
Karl Markovics ist seinen Fans nach wie vor am besten als Kommissar Stockinger in "Kommissar Rex" und danach in der eigenen TV-Serie bekannt. Der österreichische Schauspieler hat aber seither viel gedreht, war unter anderem im Hollywood-Kinoerfolg "Grand Budapest Hotel" in einer Nebenrolle mit dabei.
Thomas Thieme war in Nebenrollen in Kinofilmen wie "Der Untergang" und "Das Leben der Anderen" mit dabei. In Sachen Serie war er in sieben Episoden von "Rosa Roth" als Markus Körber zu sehen und ab 2014 als Dr. Oskar Renners in "Ein Fall für Zwei: Reloaded". In der Ken-Duken-Serie "Tempel" spielte er den Jakob.
Ernst Stötzner spielt in der TV-Serie "Helen Dorn" den Vater der Helen, war auch in diversen anderen Krimiformaten wie "Tatort" in Gastrollen zu sehen.
Sebastian Urzendowski spielte unter anderem in der europäischen TV-Serie "Borgia" den Juan Borgia Lanzol.
Jeanette Hain ist eine gefragte Darstellerin, die man unter anderem aus Kinofilmen wie "Victoria, die junge Königin" oder "Der Vorleser" kennt.


Foto © Frédéric Batier, X Filme

Was passiert in Staffel 1 und 2

Berlin 1929, die Hauptstadt ist im Umbruch, die Weimarer Republik gerät ins Wanken. In der Zeit wachsender Armut auf der einen und dem exzessiven Leben der Reichen auf der anderen Seite wird der junge Kommissar Gereon Rath von Köln nach Berlin versetzt, um den Kampf gegen die Mafia aufzunehmen. Seine Aufgabe: die Zerschlagung eines Pornorings. Am Anfang steht ein simpler Fall von Erpressung, der sich im Laufe der Zeit jedoch zu einem handfesten Skandal mit Verwicklungen bis in die Ebene der Politik ausweitet.

Mit seinem Partner Bruno Wolter und der Stenotypistin Charlotte Ritter gerät Rath immer tiefer in die dunkle Welt des Drogen- und Waffenhandels, in der die Korruption sogar das Polizeipräsidium "Rote Burg" verseucht zu haben scheint. Und auch persönlich fangen die Protagonisten an zu zweifeln, denn der Grat zwischen Loyalität und Wahrheitsfindung ist schmal. Und keiner weiß: Wer ist Freund, wer ist Feind?


Foto © Frédéric Batier, X Filme

TV & Streaming: Wann und wo kann man die Serie sehen?

Produziert wurden vorerst zwei Staffeln mit je acht Folgen. Die Erstausstrahlung der 45-Minüter wird auf Sky erfolgen, im Free-TV startet "Babylon Berlin" in der ARD.

Am 8. Februar 2017 gab Sky den Starttermin für die Serie bekannt: Los geht es am 13. Oktober 2017 um 20.15 Uhr auf Sky Atlantic. Die Episoden werden jeweils als Doppelfolgen ausgestrahlt. Die Free-TV-Ausstrahlung in der ARD folgt 2018. Allerdings gibt es noch keinen genauen Termin. Wir melden es hier, sobald dazu offizielle Neuigkeiten veröffentlicht werden.


Die erste Präsentation des gemeinsamen Serienprojekts "Babylon Berlin" von X Filme Creative Pool, ARD, Sky und Beta Film am 10.02.2016 auf einer Pressekonferenz im Berliner Babylon Kino. / Foto: © ARD/X Filme/Michael Tinnefeld

Buchvorlage: Volker Kutschers Bestseller-Krimis

Die Serie "Babylon Berlin" basiert auf der preisgekrönten Bestseller-Reihe von Volker Kutscher um Kommissar Gereon Rath. Die Kriminalfälle sind eine Kombination aus fiktiven und real existierenden Figuren in in der Weimarere Republik. Bei der Veröffentlichung des ersten Falls im Jahr 2007 war diese Art Historienkrimi, der in den "Goldenen Zwanzigern" und damit kurz vor der Zeit der Nazi-Herrschaft spielt, noch eine Neuheit. Doch die Verknüpfung von deutscher Geschichte mit klassischen Noir-Elementen funktionierte. Seitdem veröffentlichte Kutscher weitere fünf Bände um den ehrgeizigen aber politisch desinteressierten Antihelden. Zuletzt erschien "Lunapark", der im Jahr 1934 spielt. Weitere Bände werden mit Sicherheit folgen.

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Inspiriert wurde der in Lindlar geborene Autor vor allem durch Serien: "Für mich waren die 'Sopranos' seinerzeit eine Art Erweckungserlebnis. Die neue Art, Geschichten zu erzählen, die diese Fernsehserie aufbrachten, und mit der sie eine neue Tradition begründete, hat mit Sicherheit auch mein Schreiben beeinflusst, jedenfalls mein fiktionales Denken. Und wenn dann die Welt von Gereon Rath in genau dieser Tradition adaptiert werden soll, in der Tradition von Serien wie 'The Wire', 'Mad Men', 'Breaking Bad', 'Six Feet Under', 'Boardwalk Empire', so ist das genau das, was ich mir für diesen Stoff immer gewünscht habe."

Unglaublich aufwändig: Drehorte und Ausstattung

Die Dreharbeiten, die über 180 Tage dauerten, erforderten einem gigantischen Aufwand in Sachen Logistik und Ausstattung: Allein mit den zahlreichen Requisiten und Szenenbilder waren 70 Crewmitglieder beschäftigt. Szenenbildner Uli Hanisch, der bereits bei Filmen wie "Das Parfum", "The International" und "Cloud Atlas" mit Tom Tykwer zusammenarbeitete, stand vor besonderen Herausforderungen: "Zwar waren die Hollywoodproduktionen, die ich gemacht habe, budgetmäßig größer, aber hier haben wir eine besondere neue Herausforderung: Es gibt 16 Drehbücher, drei Regisseure und 300 verschiedene Locations in 185 Drehtagen. Insofern ist es quantitativ eine größere Nummer." Von der Koordination von 5000 Komparsen sowie 230 Sprecherrollen und deren Kostüme ganz zu schweigen.

Neben den Drehorten Brandenburg und Nordrhein-Westfalen lag der Fokus natürlich auf der deutschen Hauptstadt. Dort wurde nicht nur an Originalschauplätzen wie dem Berliner Alexanderplatz und dem Roten Rathaus, das als Außenkulisse für das Polizeipräsidium "Rote Burg" dient, gedreht, sondern eigens ganze Straßenzüge entworfen: Im Babelsberger Studio in Potsdam erweckten die Macher die "Neue Berliner Straße" ins Leben, in der die Charlottenburg gleich neben dem Elendsviertel liegt.

Insgesamt vier verschiedene Züge mit 54 Häuserfassaden entstanden innerhalb zwei Jahren auf einer Fläche von 15.000 Quadratmeter. Die Meisterleistung scheint geglückt: "Es gibt eine reiche, eine mittelprächtige, eine heruntergekommene und eine sehr moderne Straße. Alles ist wandelbar verbunden mit einem Hofsystem. Wir haben nun ganz Berlin auf einer Kuchenplatte", berichtet Hanisch erfreut. Und eins war ihm besonders wichtig: "Wir wollen Bilder, die nicht museal oder verstaubt aussehen."

Die Macher

Regie führt Tom Tykwer, der unter anderen für die internationalen Kinoerfolge "Lola rennt", "Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders", "The International" und "Cloud Atlas" bekannt ist. Zusammen mit Stefan Arndt, der bei "Babylon Berlin" als Produzent fungiert, Wolfgang Becker und Dani Levy ist er Mitbegründer der Produktionsfirma X Filme Creative Pool.


Hendrik Handloegten, Tom Tykwer, Achim von Borries (v.l.n.r.) / Foto: © ARD/X Filme/Michael Tinnefeld

Ebenfalls an Bord sind Filmemacher Achim von Borries und Henk Handloegten. Von Borries' Kinodebüt "England" erhielt mehrere deutsche Filmpreise und wurde auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt. Besondere Beachtung erfuhr er unter anderen wegen seines Drehbuchs zu Hans Falladas "Jeder stirbt für sich allein", verfilmt mit Emma Thompson und Daniel Brühl in den Hauptrollen. Handloegten inszenierte nach seiner Zeit als Betreiber des legendären Berliner Kinos "Eiszeit" mehrere Fernsehfilme und Krimis. 2012 wurde er für die Regie von "Sechzehneichen" für einen Grimme-Preis nominiert.

Neben Stefan Arndt ("Lola rennt", "Goodbye, Lenin", "Cloud Atlas") produzieren Uwe Schott ("Happy End", "Mittelreich") und Michael Polle ("KDD – Kriminaldauerdienst", "Tatort – Nie wieder frei sein") das Serienspektakel im Berlin der 20er-Jahre.


Foto: © ARD/X Filme/Michael Tinnefeld

Artikel vom 31. März 2017

Autor: Claudia Donald, Katharina Happ

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