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"Narcos": Die Jagd geht weiter in Staffel 3. / Foto © Juan Pablo Gutierrez, Netflix

Narcos • Staffel 3: Kampf gegen das Cali-Kartell

Trailer, Starttermin & mehr

''Narcos'' erzählt die Geschichte vom Aufstieg und Fall von Drogenboss Pablo Escobar und seiner Nachfolger. Und so geht's in Staffel 3 weiter ...

+++NEWS+++: Der neue (lange und so spannende) Trailer zu Season 3 ist da!

∙ Trailer
∙ Die Schauspieler & ihre Rollen
∙ Was passiert in Staffel 1 und 2?
∙ Neues zu Staffel 3
∙ Streaming & TV: Wann und wo kann man die Serie sehen?
∙ Die wahre Geschichte von Pablo Escobar
∙ Die Macher

Darum geht's

"Narcos" erzählt die Geschichte des blutigen Konflikts zwischen Pablo Escobar und Strafverfolgungsbehörden Ende der 1980er Jahre. Es geht aber nicht nur um den brutalen Drogenbaron, erzählt wird auch die Entwicklung von Escobars Handelsware Kokain zur absoluten Modedroge.

Warum gucken?

Drogenmafia, Auftragsmorde und Korruption. "Narcos" ist eine Mischung aus "Traffic" und "True Detective" und hat alle Zutaten, die eine spannende Thriller-Serie braucht. Gute Schauspieler inklusive. Was man (wie bei so vielen neuen Serien) aktzeptieren muss: Die dargestellten Grausamkeiten sind exzessiv, die Brutalität absolut realistisch.

"Narcos": Trailer

Wie alles begann – der Trailer zu Staffel 1:

So ging es weiter – der Trailer zu Staffel 2:

Und das passiert in Staffel 3 des Drogendramas "Narcos":

"Narcos" - Die Stars & ihre Rollen

Wagner Moura spielt Pablo Escobar

Pablo Escobar startet seine kriminelle Karriere als Schmuggler von Elektronikgeräten, Alkohol und Marihuana im Kolumbien der 1970er Jahre. Durch Bestechung der Polizei kann er den illegalen Handel ungestört vorantreiben und sich einen gewissen Reichtum verschaffen. Mit dem Einstieg ins Kokain-Geschäft beginnt sein Aufstieg zu einem der größten Drogenbosse der Welt. Gleichzeitig kann Escobar auch ein liebender Familienvater. sein Er spendet für arme Menschen und wird von vielen als eine Art "Robin Hood" wahrgenommen. Die Unterstützung aus dem einfachen Volk hilft ihm und Escobar wird noch mächtiger, gleichzeitig aber auch immer skrupelloser. Als er in die Politik eintritt, wird sein Wirken auf großer Bühne wahrgenommen und er kämpft mit brutalsten Mittel, um Macht und Reichtum zu sichern.


Foto © Netflix

Wagner Moura ist ein brasilianischer Schauspieler, der zunächst Journalismus studierte, bevor er sich für seinen aktuellen Beruf entschied. Erste Aufmerksamkeit erregte er mit dem Film "Tropa de Elite", in dem er Roberto Nascimento, den Anführer einer brasilianischen Spezialeinheit, spielt. International wurde Moura erst 2013 bekannt, als er in Neill Blomkamps "Elysium" an der Seite von Matt Damon den Spider gab. In Stephen Daldrys Jugendfilm "Trash" spielt Moura an der Seite von Rooney Mara und Martin Sheen. 2016 wurde er für "Narcos" als bester Darsteller einer Drama-Serie für den Golden Globe nominiert, musste sich aber Jon Hamm ("Mad Men") geschlagen geben.

Boyd Holbrook spielt Steve Murphy

Steve Murphy nimmt als Erzähler der Geschichte und DEA-Agent eine wichtige Rolle in der Geschichte um Pablo Escobar ein. Mit etwas naiven Vorstellungen geht Murphy nach Kolumbien, um den Kampf gegen den Drogenschmuggel aufzunehmen. Er merkt schon bald, dass man niemandem trauen kann und es im Krieg gegen die Drogen nicht nur schwarz und weiß gibt. Korrupte Polizisten, befreundete Kriminelle, Spitzel und ein scheinbar übermächtiger Gegner. Gleichzeitig muss Murphy seine Frau und sein kleines Kind vor Entführung beschützen.


Foto © Netflix

Boyd Holbrook arbeite als Bühnentechniker, als ihn eine Modelagentur entdeckte. Er entschied sich schließlich für eine Schauspielerkarriere und trat in Gus Van Sants "Milk" als Denton Smith zum ersten Mal in Erscheinung. In "Gone Girl – Das perfekte Opfer" spielte er an der Seite von Ben Affleck und Rosamund Pike. In "Run all Night" gibt er den Danny Maguire, der unkontrollierbare Sohn von Mafiaboss Shawn Maguire (Ed Harris), der von Joel Kinnaman und Liam Neeson zur Strecke gebracht wird.

Pedro Pascal spielt Javier Pena

Javier Pena: ist DEA-Agent in Kolumbien und wird Murphys Partner. Pena kann allerdings im Gegensatz zu Murphy fließend Spanisch und kenn die Gegebenheiten vor Ort schon lange. Er führt Murphy in das Leben in Kolumbien ein und hilft dem etwas ungelenken Amerikaner, in der neuen Umgebung zurecht zu kommen.


Foto © Netflix

Pedro Pascal ist ein US-amerikanischer Schauspieler mit chilenischen Wurzeln. Pascal ist den vielen als Oberyn Martell aus "Game of Thrones" ein Begriff. Er spielte aber bereits zuvor in zahlreichen TV-Produktionen mit. Als Marcus Pike war er in sieben Folgen von "The Mentalist" zu sehen. Die Fans von "The Good Wife" kennen ihn aus sechs Episoden als Nathan Landry.

Weitere Rollen

Luis Guzmán spielt Drogenboss José Rodríguez Gacha. Wann immer ein Bösewicht mit lateinamerikanischem Background gesucht wird, ist Luis Guzmán die perfekte Besetzung. Er spielte in Brian De Palmas Mafia-Epos "Carlito’s Way" und gehört zur Stammbesetzung in den Filmen von Paul Thomas Anderson. So spielte er in "Boogie Nights", "Magnolia" und "Punch-Drunk Love" mit. Mit der Drogenmafia kennt er sich aus, spielte er doch den Ray Castro in "Traffic – Macht des Kartells".


Foto © Netflix

Ana de la Reguera spielt Elisa Alvaro, eine Mitanführerin der Guerrilla-Gruppe "Bewegung des 19. April" (M-19). Sie hat eine Beziehung mit Javier Pena und versucht gleichzeitig die Interessen ihrer kommunistischen Gruppe durchzusetzen. Die mexikanische Schauspielerin Ana de la Reguera ist war im Kino in "Cop Out – Geladen und "entsichert“ und "Cowboys & Aliens" zu sehen.


Foto © Netflix

Stephanie Sigman spielt Valeria Velez, eine erfolgshungrige und skrupellose TV-Journalistin, die zur Geliebten von Pablo Escobar wird. Stephanie Sigman spielte in der US-Version von "Die Brücke" und die Estrella in "James Bond 007: Spectre".


Foto © Netflix

Manolo Cardona spielt Eduardo Sandoval, den Vize-Justizminister. Der kolumbianische Darsteller spielte in Kinofilmen wie dem hochgelobten "Rosario Tijeras" mit, war aber auch schon in US-Produktionen wie der Spionageserie "Covert Affairs" zu sehen.
Maurice Compte spielt Horatio Carillo, einen kolumbianischen Polizeichef. Den US-Schauspieler kubanischer Abstammung kennt man aus "Breaking Bad".
Joanna Christie spielt Connie Murphy, Steves Frau. Die Britin ist vor allem als Theater- (z.B. in "Equus" neben Daniel Radcliffe) und Musicaldarstellerin am Broadway ("Once") bekannt.


Foto © Netflix

Paulina Gaitán spielt Tata Escobar, Pablos Ehefrau. Die Mexikanerin war 2007 im Kinodrama "Trade - Willkommen in Amerika" zu sehen.
Juan Riedinger spielt Carlos Lehder, zuständig für den Kaokainvertrieb in den USA. Der Kanadier hatte schon Rollen in diversen Kinofilmen wie "Der Tag, an dem die Erde stillstand" und "Alien vs. Predator 2".
André Mattos spielt Jorge Ochoa, einen der Gründer des Medellín-Kartells. Mattos ist in seiner Heimat Brasilien vor allem als Sitcom-Darsteller ("Escolinha do Professor Raimundo") bekannt.
Roberto Urbina spielt Fabio Ochoa, Jorges Bruder. Der Kolumbianer war bei Steven Soderberghs "Ché" dabei und hatte einen Gastauftritt "Grey's Anatomy".
Raúl Mendez spielt César Gaviria, Kolumbiens Präsident. Der mexikanische Darsteller war auch schon in "Die Legende des Zorro" neben Antonio Banderas zu sehen.

Was passiert in "Narcos" – Staffel 1 und 2?

"Narcos" – Staffel 1: In den 1970er und 80er Jahren wird Kokain in den USA immer beliebter und löst Marihuana als Modedroge ab. Pablo Escobar merkt schnell, dass damit viel Geld zu verdienen ist. Er schmuggelt die Droge in die Staaten. Zusammen mit der Ochoa-Familie, Carlos Lehder Rivas und Gonzalo Rodríguez Gacha bildete Escobar das Medellín-Kartell, eine Mafia-Organisation. Escobar entwickelt sich zum Anführer und steigert seine Gewinne ebenso wie seine brutalen Methoden. Er tritt aber auch als Spender und Helfer der Armen auf. Irgendwann reichen ihm Geld und die Macht im Untergrund nicht mehr. Er geht in die Politik. Dadurch tritt er mehr in die Öffentlichkeit und die Anzahl seiner Feinde steigt ebenfalls. Er muss sich gegen das Cali-Kartell, die US-amerikanische Drogenbehörde DEA und die kolumbianische Anti-Drogeneinheit behaupten. Seine Antwort sind Bomben, Morde und Terror. Schließlich geht er einen Deal mit Regierung ein und lässt sich in einem Luxus-Gefängnis unter eigenen Regeln mit seinem Gefolge "einsperren". Doch auch dort mordet er weiter und schließlich lässt die Regierung das Gefängnis stürmen.


Foto © Netflix

"Narcos" – Staffel 2: Es sind die letzten Wochen in Escobars Leben. Der einst so mächtige Drogenboss ist auf der Flucht vor Regierung, Soldaten und CIA. Noch kann er auf die Loyalität seines Kartells setzten, aber auch die beginnt zu bröckeln. Es kommt zu brutalen Auseinandersetzungen mit der kolumbianischen Polizei, die das Land in Aufruhr versetzen. Als sich Escobars Konkurrenz, das mächtige Cali-Kartell, offen gegen ihn stellt und sich mit paramilitärischen Kommunistengruppen zusammenschließt, wird es eng.

Neues zu "Narcos" – Staffel 3 und 4

Am 6. September 2017 verlängerte Netflix seine Originalserie um eine 3. und 4. Staffel. Die dritte Season ist ab 1. September 2017 verfügbar. Im Zentrum der zehn Folgen steht das Cali-Kartell, das nach Escobars Tod zum mächtigsten in Kolumbien geworden ist. Gilberto und Miguel Rodriguez Orejuela haben erkannt, dass Escobars Protzerei und Hang zur öffentlichen Schaustellung seinen Untergang beförderten. Sie führen ihre Geschäfte so unaussällig und geheim wie möglich – dabei allerdings nicht weniger gnadenlos. Das macht die Ermittlungsarbeit von DEA Agent Javier Peña und seinen Kollegen nicht einfacher ...

Streaming & TV: Wann und wo kann man die Serie sehen?

Die erste Staffel wurde am 28. August bei Netflix veröffentlicht, Staffel 2 am 2. September 2016.

Die 10 Folgen der 3. Staffel der Originalserie stehen ab 1. September 2017 zum Streamen bereit.

Die wahre Geschichte von Pablo Escobar

Die Serie beruht auf der Geschichte des tatsächlichen Pablo Emilio Escobar Gaviria. Escobar hatte viele Namen. Ob "El Patrón" oder "Don Pablo", sie alle beschreiben den 1949 in Rionegro/Kolumbien geborenen Drogenboss, der den Kokain-Schmuggel im großen Stil durchführte und zu den gefährlichsten Verbrechern der Geschichte gehörte.

Escobar begann mit Autodiebstahl und Entführungen. Die Ermordung des unbeliebten Industriellen Diego Echavarria brachte ihm den Spitznamen "El Doctor" ein. Nachdem Kokain Marihuana als Droge Nummer eins abgelöst hatte, nutzte Escobar den Aufschwung der Modedroge und baute sich ein riesiges Imperium auf. Er soll zu seiner besten Zeit bis zu 1,5 Millionen US-Doller am Tag verdient haben.

Escobar bestach Polizisten, Richter und Politiker und war deshalb schwer hinter Gitter zu bringen. Zeugen wurden ermordet oder schwiegen aus Angst. Escobar soll für den Tod von 30 Richtern und 457 Polizisten verantwortlich sein. Sein Motto hieß: "Plata o plomo" - Silber oder Blei. Man hatte die Wahl, sich bestechen zu lassen, oder es hagelte Bleikugeln.

Escobar gab viel Geld für eine gute Berichterstattung über ihn aus und stellte sich als Gönner und spendabler Arbeitgeber dar. Tatsächlich finanzierte er auch soziale Einrichtungen und galt Teilen der Bevölkerung als "Robin Hood" Kolumbiens. 1978 ging er in die Politik und wurde 1982 als Abgeordneter in den kolumbianischen Kongress gewählt. Doch eine öffentliche Debatte über seinen kriminellen Hintergrund zwang ihn dazu, das Mandat wieder niederzulegen.


Foto © Netflix

Nach der Ermordung des Justizministers floh Escobar nach Panama, da ihm die Auslieferung in die USA drohte. Escobar war 1989 laut Forbes Magazine mit einem Vermögen von 2,7 Milliarden US-Dollara der siebtreichste Mann der Welt. Er verschärfte seinen Kampf gegen die Anti-Drogenpolitik der Regierung und das Auslieferungsabkommen mit den USA. Bomben und Terror waren die Folge. Die Ausgaben und Anstrengungen der USA und Kolumbiens, ihn zur Strecke zu bringen, wurden intensiviert.

Nachdem man ihm zusicherte, nicht ausgeliefert zu werden, stellte er sich schließlich der Polizei und zog in das von ihm selbst errichtete luxuriöse Gefängnis "La Catedral" in der Nähe seines Heimatortes Envigado. Doch Escobar mordete auch dort weiter und sollte schließlich in ein anderes Gefängnis verbracht werden. Er tötete alle Bewacher und flüchtete. Schließlich wurde er bei einer Razzia der US-amerikanisch-kolumbianische Elite-Einheit 16 Monate später in Medellín erschossen.

Nach dem Tod des Drogenbarons änderte seine Frau, Maria Victoria Henao Vellejo, ihren Namen und verließ Kolumbien mit den zwei Kindern. Sein Sohn Juan änderte ebenfalls seinen Namen und gab an, er sei Pazifist und mit der gewalttätigen Vergangenheit seines Vaters nicht einverstanden. Er veröffentlichte 2009 eine Dokumentation, die sich mit den Verbrechen seines Vaters beschäftigte.


Foto © Netflix

Die Macher

Produzent und Regisseur (der ersten beiden Folgen) der Biopic-Serie ist der Brasilianer José Padilha, der mit seinen schonungslosen und brisanten Szenen an die "Tropa de Elite"-Filme unter seiner Regie anknüpft.

José Padilha lobte besonders seinen Hauptdarsteller aus Staffel 1 und 2, mit dem er schon bei "Tropa de Elite" zusammenarbeitete. "Wagner ist meiner Meinung nach einer der begnadetsten Schauspieler der Welt. Punkt. Ob Sie es glauben oder nicht: Sobald er die Rolle in der Tasche hatte, war er vor allen anderen der Erste, der nach Medellín flog und sich an der Universität einschrieb. Er studierte in derselben Gegend wie Pablo Escobar, um sich das dortige Spanisch und den richtigen Akzent anzueignen und in die Kultur einzutauchen."

Adam Fierro, der schon als Produzent für "The Walking Dead", "Dexter" und "The Shield" arbeitete, nahm in der zweiten Staffel den Platz von Chris Brancato als Showrunner der Serie ein.

Hier wurde gedreht

Es wurde an vielen Originalschauplätzen in Bogotá, Medellín und anderen Teilen Kolumbiens gedreht und somit für größtmögliche Authentizität gesorgt. Die Filmcrew recherchierte auch die Garderobe und die Ausstattung der Kulissen bis ins kleinste Detail. Die Schauspieler Holbrook und Pedro Pascal trafen sich zur Vorbereitung mit den lebenden Vorbildern ihrer Rollen, den ehemaligen Agenten der US-Drogenverfolgungsbehörde DEA.

Artikel vom 04. August 2017

Autor: M. Massing

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