In der aktuellen Folge von ALL YOU CAN STREAM spricht Liza Stutzky über die Herausforderungen bei Casting-Prozessen, ihr aktuelles Projekt "Kacken an der Havel" ‒ und die neue Kategorie "Casting" bei den Oscars.
Seit über 15 Jahren kümmert sich Liza Stuky hierzulande darum, die ideale Besetzung für Filme und Serien auszusuchen. So auch bei der Comedyserie "Kacken an der Havel" (Netflix). Darin kehrt der erfolglose Rapper Toni nach dem Tod seiner Mutter in seinen Heimatort zurück – und stellt fest, dass er einen 13-jährigen Sohn hat. In die Hauptrolle des Toni schlüpft Anton Schneider, der selbst als Rapper aktiv ist. "Anton war einfach sehr prädestiniert für die Rolle und hat das in einem Casting auch ganz toll gemacht hat", sagt Stutzky. "Also war uns allen sofort klar: Das wird super funktionieren." In weiteren Rollen sind unter anderen Jördis Triebel, Veronica Ferres und Dimitrij Schaad zu sehen.
"Euphorie" (RTL+), "Die Zweiflers" (ARD-Mediathek), "Krank Berlin" (Apple TV+): Liza Stutzky hat in den vergangenen Jahren bei vielen erfolgreichen Formaten die Besetzung verantwortet. Bei ihren Castings versucht sie stets, eine angenehme Atmosphäre zu kreieren. "Ich habe selbst ganz große Prüfungsangst oder hatte das immer ganz doll", sagt sie. "Deshalb möchte ich nie, dass es sich in einem Casting-Prozess anfühlt, als wäre es eine Prüfung." Jeder Kandidat soll sich wohlfühlen: "Es ist ja auch immer ein gemeinsames Ausprobieren."
Kein Film, ohne gute Besetzung: In diesem Jahr wird die Arbeit der Casting-Direktoren erstmals auch bei den Oscars mit einer eigenen Kategorie gewürdigt. "Ich finde, dass es überfällig war", sagt Stutzky. "Ich freue mich riesig, dass diese Wertschätzung jetzt auch bei dem Gewerk angekommen ist."