Vier günstige LNB Modelle im Vergleich

Die drei wesentlichen Komponenten für den TV-Empfang via Satellit sind der Receiver, die Satellitenschüssel sowie ein LNB. Die Abkürzung steht für "Low Noise Block Converter", übersetzt "rauscharmer Signalumsetzer". Er sitzt in der Mitte der Schüssel, nimmt die hochfrequenten Signale der Satelliten auf, verstärkt diese und wandelt sie schließlich in niedrigere Frequenzen um, die der Receiver verarbeiten kann.

Von der Leistungsfähigkeit des LNB hängt also nicht zuletzt die Qualität von Bild und Ton beim Sat-Empfang ab. Der folgende LNB Vergleich beschreibt vier günstige Low Noise Block Converter mit ihren Leistungsmerkmalen und Funktionen.

DUR-line +Ultra Quad

 

Hersteller DUR-line brachte mit der +Ultra-Serie eine der ersten Converter mit einem integrierten Sperrfilter gegen Störungen durch LTE-, GSM-, UMTS- und DECT-Frequenzen auf den Markt. Dieses Modell - Testsieger bei satdigital.de und digitalfernsehen.de - weist vier Teilnehmeranschlüsse auf, sodass damit vier Receiver versorgt werden können. Er ist in diesem LNB Vergleich allerdings der einzige Converter, der nicht über vergoldete Anschlüsse verfügt.

Die ausgereifte Technologie des LNB mit sehr rauscharmen Transformatoren und hochwertigen Resonatoren liefert eine ausgezeichnete Bild- und Tonqualität in Full HD, 4K, 3D und UHD. Zu den weiteren Highlights gehören ein Rauschmaß von 0,1 dB, eine Signalverstärkung von 52 bis 65 dB sowie die geringe Stromaufnahme von lediglich 190 mA.

Der Eingangsfrequenzbereich reicht von 10,7 GHz bis 12,75 GHz, der Ausgangsfrequenzbereich von 950 MHz bis 2150 MHz. Der +Ultra Quad ist selbstverständlich hitze- und kältebeständig und verfügt über einen ausziehbaren Wetterschutz für die F-Anschlüsse. Damit ist er gegen alle ungünstigen Witterungsverhältnisse gewappnet und funktioniert in jeder Situation reibungslos. Mit diesem LNB erhält der Käufer Premium-Qualität für den Sat-Empfang zu einem Preis von nur rund 20 Euro.

Opticum Quad LQP-04H

 

Der LNB Converter Opticum Quad LQP-04H hat einen Feed-Durchmesser von 40 mm, verfügt über vier Anschlüsse mit vergoldeten Kontakten und kann somit vier Receiver bzw. Teilnehmer direkt mit Signalen versorgen. Für einen normalen Haushalt reicht dies in der Regel völlig aus. Er wurde bei Tests von digitalfernsehen.de mit der Note "sehr gut", bei satdigital.de mit "gut" bewertet. Wie die anderen Modelle hier im LNB Vergleich ist er Full HD-, 3D-, 4K- und UHD-fähig.

Auch sein Rauschmaß liefert mit weniger als 0,1 dB einen hervorragenden Wert. Die Eingangsfrequenz deckt einen Bereich von 10,7 GHz bis 12,75 GHz ab, die Polarisation erfolgt linear H/V. Die F-Anschlüsse können mit einer herausziehbaren Abdeckung wasserdicht abgeschlossen werden. Zudem gewährleistet der Hersteller die Beständigkeit gegen Hitze und Kälte, was für alle LNBs in diesem Vergleich selbstverständlich ist. Mit einem Preis von rund 15 Euro gehört der Opticum Quad LQP-04H zu den günstigsten Modellen auf dem Markt.

SCHWAIGER -371- Quad

 

Der Hersteller SCHWAIGER ist bekannt dafür, dass er sämtliche Produkte konsequent und regelmäßig auf eine hochwertige Verarbeitung und eine reibungslose Funktionalität überprüft. Das zeigt sich zum Beispiel bei der Verwendung eines witterungsbeständigen Kunststoffs für das Gehäuse - das Kopfteil widersteht Temperaturen von bis zu 220 °C - und der Ausstattung mit vergoldeten Anschlüssen, die mit einer herausziehbaren Kappe vor Regen geschützt werden können.

Die vier Ausgänge erlauben die Verbindung mit vier unabhängigen Receivern. Dadurch eignet sich dieses Modell ideal zum Empfang zahlreicher Satellitensignale, darunter zum Beispiel Eutelsat, Astra, Türksat und Hotbird. Die gesammelten Daten werden an einen Multischalter weitergegeben, wobei der übertragbare Frequenzbereich der Ausgänge zwischen 950 MHz und 2.150 MHz liegt. Die Eingangsfrequenzen betragen im Low-Modus 10,7 GHz bis 11,7 GHz, im High-Modus 11,7 GHz bis 12,75 GHz.

Auch bei den anderen Werten überzeugt der SCHWAIGER -371- Quad in diesem LNB Vergleich. Sei es bei der Entkopplung (> 25 dB), der Oszillationsfrequenz (9,75 GHz im Low-Modus, 10.6 GHz im High-Modus), der Verstärkung (> 55 dB), der Polarisation (Low >25 dB, High >20 dB) oder der Steuerfunktion (0 kHz und 22 kHz) - alle angeschlossenen Receiver werden mit Signalen für eine ausgezeichnete Bild- und Tonqualität "gefüttert".

Anadol Twin LNB Digital 4K

 

Anadol liefert mit diesem LNB ein technisch ausgereiftes Gerät, das allen Ansprüchen an die Bildauflösung (Full HD, 4K, UHD, HD und SD) und das Rauschmaß (0,1 dB) gerecht wird. Ungünstige Wetterbedingungen wie Kälte, Hitze oder Regen können dem Twin LNB mit seinem UV- und witterungsbeständigen Gehäuse nichts anhaben.

Das hochwertige technische Innenleben sorgt für einen äußerst geringen Stromverbrauch, eine hohe Frequenzstabilität und Kreuzpolarisationsisolierung sowie ein sehr geringes Phasenrauschen. Für den Eingang gibt es zwei Frequenzbereiche von 10,7 GHz bis 11,7 GHz und 11,7 GHz bis 12,75 GHz. Der Ausgang weist ebenfalls zwei Frequenzbereiche auf, und zwar 950 MHz bis 1950 MHz im Low-Modus und 1.100 MHz bis 2.150 MHz im High-Modus.

Der Anadol Twin LNB weist im Gegensatz zu den anderen Geräten in diesem LNB Vergleich leider nur zwei vergoldete Anschlüsse auf, was für viele Haushalte vielleicht nicht ausreicht. Wer aber auch langfristig nicht mehr als zwei Receiver anschließen will, erhält mit diesem Converter ein qualitativ hochwertiges Modul für seine Satelliten-Empfangsanlage zu einem attraktiven Preis von rund 15 Euro.

Fazit

Alle in diesem LNB Vergleich vorgestellten Modelle liefern eine zeitgemäße Bild- und Tonqualität in gängigen Auflösungen zu einem günstigen Preis. Einige Abstriche muss man beim LNB von Anadol machen, da dieser nur zwei Anschlüsse besitzt und deshalb die Teilnehmer- bzw. Receiverzahl im Gegensatz zu den anderen Convertern um die Hälfte beschränkt. Ansonsten kann man mit keinem dieser Module etwas falsch machen.
 

LNB: Ein Ratgeber

Am 8. Dezember 1989 begann in Deutschland die Satelliten-Übertragungen. Anfangs gab es nur SAT.1, RTL und Pro 7. Rund 30 Jahre später werden bereits weit über 400 deutschsprachige Sender via Satellit übertragen. Für eine reibungslose Übertragung und ein störungsfreies Bild ist dabei jeweils der LNB zuständig. Im Folgenden findest du die wichtigsten Eigenschaften, Funktionen und Daten rund um den rauscharmen Signalumsetzer.

Was genau ist ein LNB?

LNB ist die Kurzform von Low Noise Block. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um die elektronische Baugruppe einer Satellitenempfangsanlage, die sich in der Signalauskopplung einer Panelantenne oder im Brennpunkt einer Parabolantenne befindet. Er fungiert quasi als rauscharmer Signalumsetzer. So verstärkt das auch LNC (Low Noise Converter) genannte Bauteil zum einen die schwachen Satelliten-Signale und setzt sie zum anderen gleichzeitig auf eine Zwischenfrequenz respektive eine andere Frequenz um. Dabei setzt er zum Beispiel die Satellitenfrequenz von 10,7 - 11,75 Ghz auf den Frequenzbereich 950 - 2150 Mhz um.

Durch dieses Umwandeln bzw. Umsetzen der Frequenz ist es dann möglich, mit einem Koaxialkabel oder auch mit Lichtwellenleitern die Übertragung und den Empfang mit einem entsprechenden Satelliten-Receiver zu sichern. Ein Low Noise Block besteht in der Regel aus einem rauscharmen Verstärker, einem so bezeichneten Low Noise Amplifier (kurz: LNA) sowie einem Block-Umsetzer. Ist zusätzlich ein auf die Empfangsfrequenz ausgerichtetes Feedhorn für die Einspeisung angebaut, wird von einem Low Noise Block Feed (kurz: LNBF) gesprochen.

Wie funktioniert ein LNB?

Der Low Noise Block hat dabei die Aufgabe, die vom Satelliten gesendeten hochfrequenten Signale in eine bedeutend niedrigere Frequenz umzuwandeln. Dieser Vorgang ist erforderlich, da die Satellitenfrequenz von 10,7 bis 12,75 Ghz schlichtweg zu hoch ist, um mit einem Koaxialkabel die Signale weiterzuleiten. Das liegt an der Dämpfung bei dieser Frequenzhöhe. Denn sie verhindert, dass der jeweilige Receiver das Signal in ausreichender Stärke empfängt. LNBs sorgen hier dafür, dass die Frequenz auf einen Wert von 0,95 - 2,2 Ghz heruntergesetzt wird. Diese Signale werden als Zwischenfrequenz bezeichnet und ermöglichen es letztendlich, dass die Satelliten-Signale problemlos über das Kabel an den Receiver als eigentlichen Empfänger übertragen werden.

Damit die Signale mit einem ausreichenden Pegel (angegeben in Dezibel; kurz: dB) - also Intensität oder Stärke - an den Receiver übertragen werden können, wird das jeweilige Signal direkt in den LNBs verstärkt.In der Regel lässt sich der Wert bzw. der Signalpegel vom jeweiligen Nutzer gut selbst kontrollieren, da die Anzeige des Signalpegels bei den meisten Receivern in der Betriebssoftware integriert ist.

Umschalten zwischen Frequenzbändern und Polarisationsebenen

Die Übertragung der TV-Signale vom Satelliten geschieht in zwei verschiedenen Frequenzbereichen:

  • Low Band mit einem Frequenzbereich von 10,7 - 11,7 Ghz.
  • High Band mit einem Frequenzbereich von 11,7 - 12,75 Ghz.

Neben diesen beiden unterschiedlichen Frequenzbereichen werden die Satelliten-Signale zudem auch noch in vertikaler sowie horizontaler Polarisation gesendet.Dadurch können pro Frequenz mehr Daten bzw. Signale übermittelt werden. Für den jeweiligen Nutzer bedeutet dies: mehr TV-Programme. Vier Schaltzustände sind dabei maximal möglich:

  • Low Band (horizontal).
  • High Band (horizontal).
  • Low Band (vertikal).
  • High Band (vertikal).

Auf diesen vier Kombinationen respektive Schaltungen aus Frequenzband und Polarisation können die jeweiligen Sender übertragen werden. Je nach TV-Programm ruft der Receiver dann den erforderlichen Schaltzustand auf. Zwecks Umschaltung legt der Receiver zwischen Schirm und Innenleiter dabei eine bestimmte Spannung an. Anschließend sendet er eine bestimmte Frequenz aus, wodurch sich das Frequenzband dann automatisch umschaltet.

Die einzelnen Produkttypen und ihre Eigenschaften

Im Handel sind verschiedene Produkttypen erhältlich. Sie unterscheiden sich dabei in erster Linie immer anhand der Anzahl der Anschlüsse und damit auch der Nutzer bzw. Teilnehmer. Die ist gerade für einen Mehr-Personen-Haushalt ein wichtiger Aspekt, da dort zumeist mehr als nur ein Receiver genutzt wird. Diese Versionen stehen zur Verfügung:

Single LNB

Stellt die einfachste Variante dar. Es gibt dabei lediglich einen Ausgang, der via F-Stecker mit einem Koaxialkabel verbunden werden kann. Aufgrund der limitierten Anschlussmöglichkeiten kannst du grundsätzlich immer nur einen Receiver vollumfänglich in Betrieb nehmen bzw. betreiben.

Twin LNB

Wird alternativ auch Doppel LNB genannt. Bei LNBs dieser Art stehen dir zwei Anschlüsse zur Verfügung. Beide Anschlüsse sind dabei voneinander getrennt und bieten jeweils das volle Signalspektrum. Jeder Anschluss wird dabei mit High und Low Band sowie mit vertikaler und horizontaler Polarisation versorgt.

Quad LNB

Diese Variante bietet dir gleich vier Ausgänge, wobei jeder einzelne Ausgang immer das volle Signalspektrum bietet. Dies bedeutet: Du kannst bis zu insgesamt vier Receiver anschließen, die - absolut autark und unabhängig voneinander - die Satelliten-Signale empfangen können.

Octo LNB

Bei dieser Version stehen gleich acht Ausgänge bzw. Anschlüsse zur Verfügung. Es können dann auch insgesamt acht verschiedene Receiver unabhängig voneinander betrieben werden, da jeder Anschluss auf das volle Signalspektrum zurückgreifen kann.

Quattro LNB

Hierbei handelt es sich um eine Sonderform, die vor allem durch ihre Flexibilität punktet. Denn Quattro LNBs ermöglichen die Verwendung von quasi beliebig vielen Receivern. Allerdings benötigst du hierfür einen so bezeichneten Multischalter oder Multiswitch als zusätzliches Element der Sat-Anlage.

FTW LNB

Diese Sonderform ist gerade in Gebieten praktisch, die über keinen guten Internet-Empfang verfügen. Dann kannst du mit einem FTW LNB direkt über den Satelliten ins Internet. Dabei benötigst du allerdings eine Alternative für den Upstream. Hier bietet sich zum Beispiel die Telefon-Einwahl an.

Unicable LNB

Auch diese Variante stellt eine Sonderform dar. Bei diesen LNBs moderner Prägung lassen sich mit nur einem Kabel gleich vier Receiver betreiben.

Diese Hersteller und Marken bieten qualitativ gute LNB-Produkttypen

LNB-Modelle und Hersteller gibt es mittlerweile viele. Aber wer bietet echte Qualitätsprodukte, die zuverlässig ein störungsfreies Bild ohne Rauscheffekte liefern? Hierbei solltest du deine Wahl keineswegs nur aufgrund eines großen und bekannten Herstellernamens treffen. Vielmehr zeigt sich immer wieder, dass auch kleinere Hersteller sowohl günstige als auch hochwertige LNBs in ihrem Portfolio haben.

Wie lange hält ein LNB?

Qualitativ hochwertige LNBs kommen durchaus auf eine Lebenszeit von bis zu zehn Jahren. Grundsätzlich benötigst du einen neuen LNB, wenn es zu Bildrauschen, zu Übertragungsfehlern oder zu Problemen mit nicht funktionierenden Anschlüssen kommt.

Auf diese Kaufkriterien musst du besonders achten

Das Angebot an Low-Noise-Convertern ist mittlerweile mehr als üppig. Neben der reinen Material- und Verarbeitungsqualität sollten grundsätzlich folgende Faktoren bei der Kaufentscheidung berücksichtigt werden:
 

  • Geringe Rauschstärke

    Ein guter LNB ist der der entscheidende Faktor für ein gutes Bild. Maßgeblich als Qualitätsfaktor ist dabei die Rauschstärke. Die Bildqualität ist um so besser, je geringer die Rauschstärke ausfällt. Die meisten LNBs weisen eine Rauschstärke zwischen 0,1 und 0,9 dB auf, wobei Geräte mit einem Rauschmaß von 0,1 bis 0,3 dB die beste Bildqualität bieten.

  • Feedaufnahme muss passen

    Achte darauf, dass es zwischen LNB und Antenne passt. Der Feed-Hals hat in der Regel einen Durchmesser von 23 Millimetern oder aber von 40 Millimetern. Wichtig ist dabei, dass einem LNB mit 23 Millimetern ein Adapter beiliegt, damit er auch mit einem 40 Millimeter Feed verbunden werden kann.

  • Schutz gegen Witterungseinflüsse

    Ein LNB ist quasi permanent Wind und Wetter ausgeliefert. Gerade bei Regen oder Schnee ist dabei ein schlechtes Bild nahezu vorprogrammiert. Dies lässt sich durch ein Wetterschutzgehäuse für den LNB verhindern.

  • Das richtige Zubehör

    Neben einem LNB-Kabel benötigst du auch eine stabile Halterung, damit der LNB auch in der richtigen Position bleibt. Wichtig ist auch ein längeres Antennenkabel, damit auch längere Strecken überbrückt werden können.

 
 
Veröffentlich am 28.01.2019
Aktualisiert am 01.07.2019