Was nützt ein leistungsfähiger Computer, wenn das wesentliche Ausgabegerät, der Monitor, keine hochwertige Qualität aufweist? Farbbrillanz, Schärfe, Bildschirmdiagonale und Flimmerfreiheit sind entscheidende Kriterien dafür, ob das Arbeiten, Spielen oder Surfen vor dem Display Spaß macht. Und nicht nur das. Wer jeden Tag acht oder mehr Stunden am Rechner sitzt, beansprucht auch seine Augen erheblich, denn eigentlich sind sie für eine solch einseitige Tätigkeit nicht geschaffen. Deshalb sollte ein guter Monitor auch augenschonende Funktionen wie zum Beispiel eine Filterung blauen Lichts enthalten. Unser Monitor Vergleich stellt fünf Bildschirme mit Full HD Auflösung bekannter und zuverlässiger Marken in der Preisklasse zwischen 100 EUR und 200 EUR vor.

Samsung C24F396FHU

 

Das erste, was an diesem Monitor von Samsung auffällt, ist die Wölbung von 1800R des Bildschirms. Der Curved Monitor – der einzige seiner Art in diesem Monitor Vergleich – mit seiner Diagonale von 24 Zoll und einer Full HD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln ist an die natürliche Augenkrümmung des Menschen angepasst und schafft dadurch ein breiteres Sichtfeld und ein komfortableres Seherlebnis. Klinische Tests haben gezeigt, dass die Augen vor einem gewölbten Monitor weniger ermüden als beim Gebrauch von Flachbildschirmen. Für noch mehr Schonung der Augen sorgen der Eye-Saver-Modus, mit dem sich die Emission des blauen Lichts reduzieren lässt, sowie Samsungs Flicker Free-Technologie zur Minimierung des Bildschirmflimmerns. Wer häufiger am Computer spielt, profitiert vom Game-Modus. Er optimiert dunkle Bildbereiche, so dass zum Beispiel Gegner besser erkannt werden können.

Optisch überzeugt der Samsung C24F396FHU durch seinen grazilen Standfuß und das sehr schlanke Profil von lediglich 11,9 mm. Die Vorgänger-Modelle waren noch doppelt so dick. An Schnittstellen kann der Monitor 1 x HDMI, 1 x VGA und 2 x USB 2.0 vorweisen. Eine automatische Anpassung der Helligkeit reduziert den Energieverbrauch um bis zu 10 %. Sie lässt sich aber auch manuell einstellen und auf 50 % bzw. 25 % des maximalen Wertes absenken. Zum Lieferumfang gehören ein Netzteil und -kabel, ein HDMI-Kabel sowie eine Installations-CD.

BenQ GL2580H

 

Der BenQ GL2580H ist ein 24,5 Zoll LED Monitor mit Full HD Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) Auflösung und einer Reaktionszeit von 1 ms. Für ein ermüdungsfreies Sehen hat der Hersteller ihn mit seiner Eye Care Technologie,einer flimmerfreien Hintergrundbeleuchtung und der Low Blue Light Technik zum Herausfiltern blauer Lichtanteile ausgestattet. Nicht nur der schmale Rahmen bringt stylische Eleganz auf den Schreibtisch. Auch die Rückseite wirkt sehr aufgeräumt, da die Anschlüsse in einer Aussparung liegen und nur von unten erreichbar sind. Die Kabel werden, versteckt hinter einer Klappe, durch den Standfuß geführt. Der Ordnung am Arbeitsplatz kommt das sehr zu Gute.

Ein dynamischer Kontrast von 12.000.000:1 und die superschnelle Reaktionszeit sorgen für eine schlierenfreie Darstellung bei Bewegungsabläufen, weshalb dieser BenQ Monitor nicht nur für angenehmes Videoschauen, sondern vor allem für actionreiche Computerspiele geeignet ist. Drei Videoeingänge (1 x HDMI, 1 x DVI-D, 1 x VGA) sorgen für Flexibilität bei der Wahl der Eingabegeräte. Auch eine Kopfhörerbuchse ist vorhanden. Ausgeliefert wird der Bildschirm mit Netzkabel, HDMI-Kabel und einer CD, auf der sich das Handbuch und Treiber befinden.

Asus VS247HR

 

Mit einem Preis von rund 100 EUR (je nach Anbieter) ist der Asus VS247HR der günstigste Bildschirm in diesem Monitor Vergleich. Das heißt aber nicht, dass man gegenüber den anderen hier vorgestellten Modellen Abstriche machen muss. Er hat eine Bildschirmdiagonale von 24 Zoll, drei Eingänge (1x VGA, 1x DVI, 1x HDMI) und eine Full HD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Das LED-Display verfügt über eine Hintergrundbeleuchtung und dank der Asus Smart Contrast Ratio (ASCR) über ein Kontrastverhältnis von 50.000.000:1. Das gewährleistet einen ausgezeichneten Schwarzwert sowie eine brillante Farbwiedergabe und -sättigung.

Der Bildschirm hat einen Gesamtneigungswinkel von 25° (20° nach hinten, 5° nach vorne). Für eine Wandmontage verfügt der Asus über eine Befestigungsmöglichkeit nach Vesa-Standard. Die verschiedenen Parameter für die Bildschirmanzeige lassen sich bequem und in mehreren Sprachen mit Tasten steuern.

Ein Highlight des Asus VS247HR ist sicherlich die Splendid Video Intelligence-Technologie. Sie analysiert jeden einzelnen Punkt eines Vollbildes und erlaubt eine individuelle Anpassung von Kontrast, Helligkeit, Farben und Bildschärfe. Mit einem Hotkey lassen sich darüber hinaus sechs Modi für unterschiedliche Aufgaben einstellen (Standard, Landschaft, Theater, Spiele, Nacht und sRGB). Asus legt dem Monitor ein VGA-, ein DVI- und ein Netzkabel sowie einen Quick Star Guide bei.

Acer G276HLLBIDX

 

Der Acer G276HLLBIDX ist mit knapp 200 EUR zwar das teuerste Modell in diesem Monitor Vergleich, dafür kann er aber auch mit einer 27-Zoll-Bildschirmdiagonale, 1 ms Reaktionszeit und einem Kontrastverhältnis von 100.000.000:1 aufwarten. Die Auflösung beträgt 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD). Überzeugend ist auch die schlanke Gestaltung mit dem ZeroFrame Design und dem zweifarbigen, x-förmigen Standfuß.

Durch die schnelle Reaktionszeit und den ultrafeinen Kontrast, der durch das Adaptive Contrast Management (ACM) des Herstellers erreicht wird, ist dieser Monitor das ideale Ausgabegerät für Filme, Videos und Spiele. Unscharfe Bilder in schnellen Games und Movies gehören damit der Vergangenheit an. Mit der Feineinstellung des eColor Managements lassen sich Helligkeit und Farben unkompliziert und ganz nach persönlichen Vorstellungen anpassen.

Acer legt mit seinem EcoDisplay großen Wert auf Nachhaltigkeit. Die Monitore sind recyclingfähig und verzichten auf unnötigen Verpackungsmüll. Laut Herstellerangaben werden sie ohne umweltschädliche Substanzen produziert.

Zum Lieferumfang gehören ein Netzkabel, ein VGA-Kabel und eine Schnellstartanleitung. An eine Wandbefestigung nach Vesa-Standard hat der Hersteller natürlich auch gedacht.

iiyama G-MASTER Black Hawk G2530HSU-B1

 

Der Black Hawk von iiyama ist ein ausgewiesener Gaming Monitor mit einer Full HD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln und einer Bildschirmdiagonale von 24,5 Zoll. Durch die integrierte AMD FreeSync Technologie und eine Reaktionszeit von nur 1 ms macht das Gerät Bildschirm-Tearing und abgehackten Spielabläufen ein schnelles Ende. Die Performance ist bei jeder Bildrate flüssig und einwandfrei. Die Black Tuner Funktion erlaubt es, auch bei schwach ausgeleuchteten Spielumgebungen noch kleinste Details zu erkennen. Gegner, die plötzlich aus der Dunkelheit erscheinen, haben deutlich weniger Chancen auf eine erfolgreiche Attacke.

iiyama hat dem Black Hawk G2530HSU-B1 verschiedene voreingestellte Spiel-Modi mitgegeben, darunter Strategie und FPS. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, eigene Einstelungen zu definieren und abzuspeichern. Bemerkenswert ist, dass der Hersteller bei den Anschlüssen auf jede Form von Geiz verzichtet hat, denn das Gerät verfügt über jeweils einen HDMI-, VGA- und Display-Port, einen USB-Hub sowie Buchsen für Lautsprecher und Kopfhörer

Fazit

Jeder der in diesem Monitor Vergleich vorgestellten Bildschirme hat seine speziellen Vorzüge. Letztendlich entscheiden immer die persönlichen Vorstellungen und Wünsche des Nutzers bei der endgültigen Wahl. Das zur Verfügung stehende Budget natürlich auch. Mit den hier präsentierten Displays kann man nicht viel falsch machen, unabhängig davon, ob man gerne spielt und Filme schaut oder den ganzen Tag mit Textdokumenten und Tabellen zu tun hat.

Monitore Kaufberatung: Was ist wichtig beim Kauf?

Den perfekten Monitor gibt es nicht, denn sonst würde ihn schließlich jeder kaufen. Um dennoch einen geeigneten PC-Monitor für Dich zu finden, musst Du wissen, welche technischen Eigenschaften wichtig sind und was sie bedeuten.

PC-Monitore: Welche Arten gibt es?


Es gibt eine ganze Menge an Monitoren auf dem Markt. Da ist es gut zu wissen, welche Arten von Monitoren welche Ansprüche erfüllen können. Eine grobe Unterteilung lässt sich zunächst in drei Kategorien vornehmen:

Monitore für Office-Aufgaben

Wenn Du vielleicht im Home-Office arbeitest oder das Gerät schlicht für typische "Büro-Aufgaben" benutzt, sind diese Bildschirme für Dich geeignet. Zu diesen Aufgaben gehört die Bearbeitung von Dokumenten und Tabellen, E-Mails und auch die Nutzung von Google, YouTube & Co. Typische Merkmale dieser Geräte sind meistens relativ günstige Preise sowie eher durchschnittliche Technik: Diese Monitore können ziemlich viel, aber ragen in keiner Disziplin wirklich heraus.

 

Monitore für Gamer

Solltest Du an Deinem PC vor allem zocken, sind diese Monitore interessant für Dich. Sie bieten oft eine höhere Bildwiederholungsrate als die standardmäßigen 60 Hertz (meist bis zu 144 Hertz), was für einen flüssigeren Bildaufbau und eine verbesserte Umsetzung von Eingaben auf Maus und Tastatur sorgen kann. Außerdem sinken die Reaktionszeiten auf bis zu eine Millisekunde, was ebenfalls ein großer Vorteil für Gamer ist. Teurere Modelle unterstützen auch Techniken wie G-Sync und FreeSync. 

 

Monitore für professionelle Anwender

Diese Geräte sind auf die Verwendung bei der Bild- und Videobearbeitung sowie Aufgaben wie 3D-Modellierung und ähnliche Bereiche optimiert. Das spiegelt sich für gewöhnlich durch einen höheren Farbraum sowie eine perfekte Kalibrierung ab Werk wider. Zusätzlich sind die meisten dieser Geräte mit einem anderen Panel ausgestattet als Büro- und Gamer-Monitore, sodass die Farbdarstellung akkurat ausfällt. Der Nachteil ist der hohe Preis, hier kann es bis in den mittleren vierstelligen Bereich hochgehen.

Jetzt liegt es an Dir, dich einem dieser Bereiche zuzuordnen. Professionelle Anwender, die sich privat einen solchen Monitor kaufen, sind eher selten. Du fällst also wahrscheinlich in die Kategorie der Gamer oder der Personen, die vor allem Office-Anwendungen und Multimedia nutzen. Da in dieser Einleitung bereits einige Fachbegriffe vorgekommen sind, klären wir diese zuerst.

 

Wichtig: spiegelnd oder entspiegelt?

Die allermeisten Monitore sind heute entspiegelt. Das heißt, dass sie eine matte Oberfläche besitzen. Das ist insofern ein Vorteil, als dass sich Lichtquellen in Deinem Rücken – Fenster, Lampen, indirekte Beleuchtung durch Sonnenschein – nicht oder nur abgeschwächt spiegeln. Glänzende Oberflächen tendieren dazu, Farben etwas imposanter darzustellen, sodass ein "normales" Rot auf einem solchen Monitor kräftiger leuchtet. Ob das allerdings den großen Nachteil der Spiegelung ausgleicht, steht auf einem anderen Blatt. Am Ende musst Du selbst entscheiden, was Dir besser gefällt.

Technische Eigenschaften von Monitoren: Was ist wichtig?


Sehen wir uns zuerst an, welche Aspekte besonders wichtig sind:

Auflösung

Je höher die Auflösung eines Monitors ist, desto mehr freier Platz steht auf dem Desktop zur Verfügung und desto schärfer fällt die Darstellung aus. Der Markt bietet im Moment drei große Kategorien: Full-HD (1.920 * 1.080 Pixel), WQHD (2.560 * 1.440 Pixel) sowie Ultra-HD (3.840 * 2.160 Pixel). Mit einer höheren Auflösung steigt auch der Preis. Als Gamer solltest Du bedenken, dass für viele PC-Games in Ultra-HD-Auflösung auch sehr leistungsstarke Hardware im Computer stecken muss, um diese hohe Auflösung flüssig darstellen zu können. Verwendest Du gerne viele Fenster gleichzeitig auf dem Desktop, führt an höheren Auflösungen als Full-HD praktisch kein Weg vorbei.

Größe

Von 22 Zoll bis zu 40 Zoll bietet der Markt praktisch keine Grenzen. Erlaubt ist, was Dir gefällt. Bedenke: Verwendest Du einen PC-Monitor mit 40 Zoll an einem Schreibtisch, wird Dir das Gerät viel zu groß erscheinen. Ein gesundes Mittelmaß ist dort besser. Außerdem gilt: Je größer das Gerät, desto grobkörniger wird die Darstellung der Inhalte. Eine Auflösung von 1.920 * 1.080 Pixel auf einem Monitor mit 22 Zoll Diagonale würde sehr viel schärfer aussehen als auf einem Gerät mit 32 Zoll, da die Pixel größer dargestellt werden. Einige Menschen stören sich an dieser grobkörnigen Darstellung sehr.

Reaktionszeit

Die Reaktionszeit wird in Millisekunden angegeben und gibt an, wie schnell ein Pixel seine Farbe und Helligkeit auf einen anderen Zustand wechseln kann. Bemerken wirst Du diesen Unterschied immer dann, wenn sich der Bildschirminhalt permanent rasant ändert – also vor allem in Spielen. Brauchen die einzelnen Pixel zu viel Zeit fürs Umschalten, zeigt sich sogenanntes Ghosting auf dem Bildschirm: Schlierenbildung. Das sieht ein bisschen so aus wie mehrere übereinander gelagerte Bilder. Daher greifen vor allem Gamer lieber zu Monitoren mit einer sehr niedrigen Reaktionszeit von nicht mehr als drei Millisekunden. Für alle anderen spielt dieser Wert kaum eine Rolle.

Reaktionszeit

Farbtiefe

Monitore werden aktuell mit Panels ausgeliefert, die entweder Farbtiefen von 8 oder 10 Bit beherrschen. Für den durchschnittlichen Anwender und Spieler reichen 8 Bit in jedem Fall aus. 10 Bit Farbtiefe ist für das professionelle Segment vorgesehen: Die gleichzeitig darstellbaren Farben auf dem Bildschirm steigen stark an, sodass vor allem weiche Übergänge (sogenannte Gradienten) sehr viel feiner dargestellt werden und Abstufungen nicht mehr sichtbar sind. Zwar existieren auch viele günstige Monitore, welche 10 Bit als Farbtiefe anbieten, allerdings wirst Du diesen Unterschied niemals mit bloßen Augen sehen, wenn Du nicht gerade ambitionierte Bildbearbeitung betreibst.

G-Sync & FreeSync

Unter diesen Namen werden Techniken zusammengefasst, die dazu dienen, den Bildschirminhalt in Spielen jederzeit flüssig erscheinen zu lassen. Außerdem sollen so Eingaben auch bei niedriger Bildwiederholrate sofort umgesetzt werden können. Hilfreich ist das vor allem in Spielen, in denen Deine Hardware nicht mehr als 20 bis 40 Bilder pro Sekunde zulässt. Durch G-Sync und FreeSync entsteht dennoch der Eindruck, dass Du aktuell mit mehr Bildern pro Sekunde spielst.

Vor allem für G-Sync fällt jedoch ein hoher Aufpreis an. Wenn Du nicht am PC spielst, kannst Du auf beide Techniken verzichten, da sie außerhalb von Games keinen Vorteil bieten.

Da das Panel besonders wichtig ist, bekommt es in der nächsten Überschrift seinen eigenen Abschnitt.

Das Panel: Eine der wichtigsten Komponenten

Um die Darstellung des Bildes kümmert sich das Panel. Verbreitet sind vorrangig zwei Varianten: TN (Twisted Nematic) und IPS (In-Plane Switching).

Beide Panel-Typen haben eigene Vor- und Nachteile. Sichtbar auf den ersten Blick ist die Tatsache, dass TN-Panel von der Seite und von oben oder unten betrachtet eine deutlich schlechtere Blickwinkelstabilität bieten. Das heißt, dass sich Farben und Kontraste stark verändern, wenn Du seitlich oder von oben und unten auf den Bildschirm schaust. Für die Bildbearbeitung sind diese Geräte daher nicht zu gebrauchen. IPS-Panels leiden nicht unter diesem Nachteil.

In der Regel liefern TN-Panel jedoch eine schnellere Reaktionszeit, was sie bei Gamern beliebt macht. IPS-Geräte können mit der flotten Umschaltung der Pixel auf guten Gamer-Monitoren derzeit nicht mithalten. Im hochpreisigen Segment der Spieler-Monitore finden sich daher vor allem sehr gute TN-Panels, welche die Problematik der Blickwinkel einigermaßen in den Griff bekommen und gleichzeitig flotte Reaktionszeiten anbieten.

Panel Blickwinkel Kontrast Effizienz Reaktionszeit Preisniveau
TN Zufriedenstellend Gut Sehr gut Sehr gut Niedrig
IPS Sehr gut  Gut  Zufriedenstellend Gut  Hoch
PVA/MVA Sehr gut Sehr gut Gut  Gut  Hoch

Curved-Monitore – wie wichtig sind gewölbte Bildschirme?

2014 kamen die ersten Monitore mit einer Wölbung im Display auf den Markt. Diese werden als curved (englisch: gebogen) bezeichnet. Eventuell hast Du bereits Fernseher gesehen, die ebenfalls leicht geschwungen sind.

Vorteilhaft für den Nutzer sollen diese Monitore vor allem bei sehr großen Bildschirmdiagonalen sein. Da diese nach links und rechts bereits an die Grenzen Deines Blickfeldes stoßen können, sind sie leicht geschwungen, um den Inhalt des Bildschirms besser sichtbar zu machen. Du schaust nicht "von der Seite" auf die äußeren Enden des Monitors, sondern noch immer recht zentral.

Ob Curved-Monitore einen echten Vorteil bieten, ist nicht geklärt. Am Ende ist es auch Geschmackssache: Einige Menschen mögen das Design dieser Geräte, andere können damit nichts anfangen. Sie lassen sich beispielsweise nicht flach an einer Wand montieren, sondern ragen immer ein wenig in den Raum hinein. Vorschlag: Ausprobieren und bei Nichtgefallen zurücksenden!

Die Wandmontage von Monitoren

Glücklicherweise hat sich die Branche schon seit vielen Jahren auf einen Standard für die Wandmontage geeignet, der den Namen VESA trägt. In den Produktbeschreibungen von Monitoren wirst Du häufig auf Angaben wie "VESA: 100x100" stoßen. Das heißt, dass dieser Monitor auch mit allen Halterungen, die ebenfalls "VESA: 100x100" in ihrem Namen tragen, kompatibel ist. In diesem konkreten Beispiel heißt die Angabe übrigens, dass sich vier Löcher an der Rückseite des Monitors befinden, die in einem Abstand von jeweils 100 Millimeter zueinander stehen. Besitzt Du vielleicht schon eine solche VESA-Halterung, wirst Du sie auch in Zukunft mit allen PC-Monitoren mit Löchern nach VESA-Standard verwenden können.

  • Die Video Electronics Standards Association (VESA) ist eine Organisation, in der sich rund 225+ Mitgliedsfirmen (Stand: Februar 2016) zusammengeschlossen haben, um einheitliche Spezifikationen von Videostandards speziell für den Bereich der Computergrafik zu erstellen. Sie gilt als eine der größten industriellen Standardisierungsorganisationen. Vor allem bei der jährlich stattfindenden Tagungsreihe SIGGRAPHbeteiligt sie sich regelmäßig mit zahlreichen Vorträgen.

Ergonomiefunktionen bei Monitoren: Wichtig für den Langzeiteinsatz

Vor allem für lange Gaming-Sessions oder ganz einfach die alltägliche Arbeit ist es notwendig, den Monitor an Deine Sitzposition anpassen zu können. Von Geräten, die starr sind und sich weder neigen, noch drehen oder verstellen lassen, ist dringend abzuraten (es sei denn, Du rüstest diese Funktionen mit einer Wandhalterung selbst nach).

Verbreitet sind die folgenden Funktionen:

Höhenverstellbar

Diese Monitore kannst Du um einige Zentimeter nach oben oder unten verschieben. So stellst Du sicher, dass Du frontal auf Deinen Monitor schauen kannst und Deinen Nacken nicht permanent nach oben oder unten richten musst.

Drehbar

Auf dem Standfuß kannst Du diese Monitore nach links und rechts drehen. Das kann wichtig sein, um anderen Personen etwas zu zeigen oder um selbst eine andere Sitzposition einnehmen zu können, ohne den Blick auf den Inhalt zu verlieren.

Neigbar

Einige Geräte kannst Du leicht nach oben oder unten neigen. Das kann bei starren Wandhalterungen ein Vorteil sein. Hängt ein Monitor etwas zu weit oben, neigst Du ihn einfach nach unten, um dennoch frontal auf den Bildschirm zu sehen.

Zu guter Letzt gibt es noch die Pivot-Funktion: Damit drehst Du den gesamten Monitor um 90 Grad, sodass er praktisch senkrecht vor Dir steht. Für bestimmte Spezialfälle ist dies auf einem Zweitmonitor vorteilhaft. Benötigst Du nur einen einzigen Monitor, brauchst Du diese Funktion hingegen nicht.

Monitorpflege: Wie gehe ich am besten vor?

Wirklich reinigen musst Du nur das Panel selbst. Darauf werden sich über kurz oder lang in jedem Fall Flecken, Staubreste, Fingerabdrücke und ähnliche Ärgernisse sammeln. Instinktiv greifen viele Anwender zu Glasreiniger und in der Tat ist das ein gutes Mittel. Allerdings handelt es sich bei der Beschichtung nicht um Glas – was auch der Grund dafür ist, dass sie auf Dauer durch den Reiniger angegriffen werden kann. Zugegeben wird dies innerhalb der normalen Nutzungsdauer eines Monitors nicht passieren. Möchtest Du trotzdem auf der sicheren Seite sein, solltest Du stattdessen Mittel wie Brillenputzflüssigkeit verwenden.

Die Reinigung nimmst Du dann am besten bei ausgeschaltetem Monitor vor, da sich so Flecken besser sehen lassen. Verwende außerdem keine Schwämme oder andere grobe Tücher. Gute Ergebnisse erzielst Du mit Mikrofasertüchern, da dann keine Gefahr besteht, dass Du versehentlich Kratzer in die Oberfläche des Panels wischst. Dabei gilt: Sprühe das Reinigungsmittel auf das Tuch und nicht direkt auf den Monitor. Ansonsten könnte Flüssigkeit in kleine Spalten an der Unterseite des Monitors eindringen.

 

Für welches Modell entscheide ich mich?

Mit den hier erwähnten Tipps sollte es dir nun gelingen, einen Monitor zu finden, der zu deinen Ansprüchen passt. Fasse am besten zusammen, für welche Aufgaben Du das Gerät primär nutzen wirst. Dann entscheide Dich für einen Monitor mit den passenden technischen Eigenschaften – vom Panel über Auflösungen und Bildwiederholraten bis zu Farbtiefe, Ergonomie, Größe und Reaktionszeit. Tipp: Im Zweifelsfall solltest Du lieber 50 Euro zu viel als zu wenig ausgeben. Es handelt sich schließlich um eine Anschaffung, die Dir viele Jahre lang Freude bereiten soll – und sich diese lange Zeit zu ärgern, weil ein wichtiges Feature nicht vorhanden ist, wäre nicht besonders schön.

 
 
Veröffentlich am 12.07.2018
Aktualisiert am 11.06.2019