Zeit, dass sich was dreht: Die besten Waschmaschinen im Vergleich

Sie ist sicher eine der größten Retterinnen im Haushalt: Die Rede ist hier nicht von der Mutter. Die rettet zwar gerade im Hotel Mama tatsächlich so manchen Tag, dank feministischer Aufklärungsarbeit sind solche Zuschreibungen heutzutage jedoch obsolet. Nein, hier dreht sich alles um die Waschmaschine: Denn ob Grasflecken vom letzten Fußballturnier, Eiskleckser vom letzten Sonntag oder Rotweinspritzer von der letzten Sünde – dank der praktischen Trommel sind die Lieblingsklamotten schnell wieder sauber. 


Doch wie entscheidet man sich beim Kauf für die richtige Maschine? Über verschiedenste Programme sowie wichtige Funktionen wie AquaStop verfügen heutzutage fast alle Geräte. Damit du auch dann, wenn es mehr ins Detail geht, noch den Überblick behältst, werden im folgenden Vergleich die fünf besten Produkte auf dem Markt vorgestellt. 

1.    6WAG28491 Frontlader von Bosch

 

Dieses Modell ist ein sogenannter Frontlader, also eine Maschine, die von vorne befüllt wird (im Gegensatz zum Toplader, dessen Öffnung sich oben befindet). Frontlader fügen sich gut in die Küchenzeile ein, während Toplader eher für schmale Bäder geeignet sind, in denen offenstehende Türen und ständiges Bücken zur Herausforderung werden. 

Der freistehende 6WAG2841 Frontlader von Bosch hat eine Füllmenge von 8 kg und eignet sich daher für einen 4- bis 5-köpfigen Familienhaushalt. Neben einer breiten Auswahl an Wasch- und Schleuderprogrammen wartet dieses Modell auch noch mit einer ganzen Reihe an smarten Zusatzfunktionen auf: Ein spezielles Programm mit Erinnerungsfunktion kümmert sich um Reinigung und Pflege der Trommel, eine Nachlegefunktion ermöglicht das Nachlegen von Wäsche noch nach dem Start und die VarioPerfect-Technologie erweist sich als Zeit- oder Energiesparer dank manuell zuschaltbarer Programmoptionen – wer in Eile ist, wählt beispielsweise SpeedPerfect und hat innerhalb von einer Stunde frische Wäsche. Wer Zeit hat, aber etwas fürs grüne Gewissen tun will, wäscht mit dem umweltschonenden EcoPerfect-Programm.

Apropos Umwelt: Die Bosch-Maschine mit Energieeffizienzklasse A+++ liegt in Sachen Umweltbewusstsein recht weit vorne – eine spezielle Energieverbrauchsanzeige auf dem Display informiert dich über den Stromverbrauch jedes Programms, dank EcoSilence Drive wird Energie gespart und darüber hinaus selbst im Schleudergang extrem leise gearbeitet. Einziger Nachteil: Umweltschutz ist nur etwas für Geduldige. Das Standard-Ökoprogramm dauert selbst bei Teilbeladung stolze 210 Minuten und ist damit gerade in hektischen Familienhaushalten nur bedingt praktisch. 

Flashcheck:

  • Wodurch zeichnet sich der 6WAG28491 Frontlader von Bosch aus? Laufruhe, Langlebigkeit und energiesparender Verbrauch dank EcoSilence Drive
  • Was ist das größte Manko? lange Laufzeit im Eco-Programm

2.    WK F311 WPS SpeedCare Frontlader von Miele

 

Genau wie das Modell von Bosch ein freistehender Frontlader mit einer Füllmenge von 8kg wartet der Frontlader mit der mit diversen (genauer gesagt, stolzen 18) Programmen und der Energieeffizienzklasse A+++ auf. Was zeichnet dieses Gerät also aus?

Im Gegensatz zum oben vorgestellten Bosch-Modell ist der WK F311 WPS SpeedCare Frontlader von Miele, wie der Name schon verrät, besonders praktisch für alle, die es oft eilig haben: Denn mit dem sogenannten QuickPowerWash-Programm wird Schmutzwäsche in einer Rekordzeit von unter einer Stunde wieder blitzsauber. Trotzdem wird dabei energieeffizient gearbeitet – noch mal 20% sparsamer als der vorgeschriebene Grenzwert der Energieeffizienzklasse A+++, verspricht der Hersteller. 

Zusätzliche Helfer wie CapDosing, das mit Portionskapseln beim richtigen Dosieren von Waschmittel oder Weichspüler behilflich ist oder eine Art Fleckenratgeber, der das richtige Programm zum Fleck aussucht, erleichtern die Bedienung. Die teuren Portionskapseln sind allerdings nicht nach jedermanns Geschmack. Wer mit preiswerterem Waschpulver waschen möchte, kommt nicht umhin anzunehmen, dass diverse Extrafunktionen auch schlicht Verkaufstaktiken der jeweiligen Hersteller sind. 

Flashcheck:

  • Wodurch zeichnet sich der WK F311 WPS SpeedCare Frontlader von Miele aus? Schnelligkeit  
  • Was ist das größte Manko? teilweise unnötige Extrafunktionen

3.    iQ500 WM14G491 Frontlader von Siemens 

 

So fällt der Vergleich mit den anderen Modellen leicht: Auch die Maschine von Siemens ist als Toplader mit einem Fassungsvermögen von 8kg für einen größeren Haushalt geeignet. Wie die Konkurrenzmodelle verfügt auch diese Waschmaschine über den mittlerweile unabdingbar gewordenen Aquastop sowie über eine Nachlegeoption. 

Interessant ist der sogenannte „Champion“ von Siemens aber vor allem für Naturfreunde: Denn die Maschine besitzt ein eigenes Outdoor- bzw. Imprägnier-Programm, das atmungsaktive Funktionstextilien, wie sie zum Wandern oder Sport treiben verwendet werden, schonend säubert. Das nimmt natürlich etwas mehr Zeit in Anspruch; für Eilige gibt es deshalb die varioSpeed-Option, die den Waschvorgang bis zu 65% beschleunigt. Dank des iQdrive-Motors arbeitet die Maschine besonders leise und effizient und ist damit sehr langlebig, der Hersteller verspricht gar: „nahezu verschleißfrei“. 

Sehr klug ist außerdem die WaterPerfectPlus-Technologie von Siemens: Sensorgesteuerte Programme passen dabei selbstständig die Wasser- an die Beladungsmenge an und sorgen somit dafür, dass nicht unnötig Wasser verbraucht wird. 

Flashcheck:

  • Wodurch zeichnet sich der iQ500 WM14G491 Frontlader von Siemens aus? effizient, langlebig und Outdoor-Programm für Sportsfreunde
  • Was ist das größte Manko? lange Waschdauer, hoher Preis

  4.    L8FE86484 Frontlader von AEG

 

Gleiches Spiel: Frontlader, 8kg, Energieeffizienzklasse A+++. Schnell fällt bei dieser Waschmaschine von AEG ins Auge, dass die meisten der klugen Programme ein „Öko“ vorn im Namen tragen: Dieses Gerät bemüht sich also vor allem um eine effiziente und dabei umweltschonende Reinigung. 

Die ÖkoMix-Technologie beispielsweise sorgt dafür, dass Waschmittel und Weichspüler mit Wasser gemischt werden, bevor sie in die Waschtrommel gelangen – damit werden alle Fasern im Textil gleichmäßig erreicht und somit die Kleidung geschont. Das ÖkoPower-Programm dagegen aktiviert sofort bei Beginn des Waschgangs das Waschmittel, sodass nicht unnötig Wasser verbraucht wird – nach nur 59 Minuten ist die Wäsche damit auch schon fertig! Ansonsten dauern schonende Programme natürlich immer etwas länger – wem das sowie ein höherer Preis zugunsten der Umwelt wert ist, sollte jeder selbst entscheiden. Zumindest verspricht der Öko Inverter Motor eine hohe Lebensdauer der Waschmaschine bei ungeschmälerter Leistung. 

Praktisch gerade für Bürogänger ist auch der eingebaute Knitterschutz dieser Waschmaschine: Die sogenannte ProSteam-Funktion ermöglicht einem, einen Waschvorgang mit Wasserdampf abzuschließen – das entfernt nicht nur lästige Gerüche, sondern beugt auch Knitterfalten vor und spart damit Zeit beim Bügeln ein. 

Flashcheck:

  • Wodurch zeichnet sich der L8FE86484 Frontlader von AEG aus? Grünes Bewusstsein durch diverse Öko-Programme
  • Was ist das größte Manko? lange Waschdauer, hoher Preis

5.    WYAW 714831 LS Frontlader von Beko

 

Die letzte im Bunde der Testsiegerinnen ist eine Waschmaschine von Beko: Dieses Modell fasst insgesamt 7kg an Wäsche, fällt also etwas kleiner aus als die vorherigen Geräte. Mit unter 500€ ist sie jedoch auch mit Abstand die preisgünstigste unter den vorgestellten Maschinen. 

Tatsächlich bedient sie von Aquastop bis zur Kindersicherung alle gängigen Anforderungen an eine Waschmaschine, bietet aber im Vergleich zu den anderen Modellen nur wenige Extrafunktionen: Ein Eco-Programm, Aquafusion-Technologie zur idealen Ausnutzung des Waschmittels sowie ein benutzerfreundliches Display mit Startzeitvorwahl und Restzeitanzeige machen den Frontlader von Beko zu einem verlässlichen Kandidaten, ansonsten kann diese Waschmaschine eher als Basic-Modell bezeichnet werden – dafür spricht der Preis natürlich für sich. 

Flashcheck:

  • Wodurch zeichnet sich der L8FE86484 Frontlader von AEG aus? niedriger Preis
  • Was ist das größte Manko? wenig Zusatzfunktionen
     

Kaufberatung Waschmaschinen

Unterschiedliche Arten und Bauweisen von Waschmaschinen

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten: Frontlader und Toplader. Beim Frontlader befindet sich die Tür an der Vorderseite. Toplader öffnen sich mit einer großen Klappe nach oben. Frontlader-Maschinen haben meist eine Breite von etwa 60 Zentimeter, während Toplader nur 45 Zentimeter breit sind – ideal für kleine Räume. Eine Frontlader-Waschmaschine ist auch als unterbaufähiges Gerät erhältlich, sie kann also zum Beispiel in die Küchenzeile eingebaut werden. Das ist bei Topladern nicht möglich.

Waschmaschine und Waschtrockner in einem – Was sind die Vorteile?

Außerdem sind Kombigeräte auf dem Markt, bei denen zusätzlich ein Wäschetrockner integriert ist. Diese Maschinen heißen Waschtrockner. Aufgepasst: Wenn Du auf die Bezeichnung "Wäschetrockner" stößt, handelt es sich um ein Gerät, das nur trocknet, nicht wäscht. Die Waschmaschine-Trockner-Kombi ist praktisch, wenn nur wenig Stellplatz zur Verfügung steht. Allerdings kann man auch zwei Geräte aufeinander stellen. Dafür ist lediglich ein Verbindungsrahmen notwendig. Die Waschmaschine steht unten, der Wäschetrockner oben.

Vollautomat und Halbautomat – Was ist der Unterschied?

Alle Waschmaschinen sind in der Lage, Wäsche automatisch zu waschen. Aber ein weiterer Unterschied ist noch wichtig: Die Unterscheidung von Vollautomat und Halbautomat. In der Praxis spielt diese Trennung nur eine geringe Rolle, man sollte die Bezeichnungen und deren Bedeutung aber kennen. Der Vollautomat wäscht, spült und schleudert, beim Halbautomat endet das Programm nach dem Spülvorgang. Das erscheint auf den ersten Blick unpraktisch. Denn damit die Wäsche nicht tropfnass aufgehängt werden muss, ist ein weiteres Gerät notwendig: Die Trockenschleuder. Diese hat den Vorteil, dass sie bis zu 2.400 Schleudertouren ausführt, also wesentlich mehr als in einer normalen Waschmaschine. Dadurch verkürzen sich die Zeiten im Wäschetrockner und auch beim Lufttrocknen. Für den Heimgebrauch ist ein Vollautomat allerdings sicher unkomplizierter.

Die verschiedenen Programme einer Waschmaschine

Du kannst bestimmte Programme einstellen, die Temperatur wählen und die Schleuderzahl bestimmen. Einfache Maschinen haben weniger Programme. Immer enthalten sind jedoch die Programme

  • Feinwäsche

  • Synthetik bzw. pflegeleichte Wäsche

  • Buntwäsche

  • Kochwäsche

Weitere Programme sind zum Beispiel:

  • Wolle

  • Kaltwäsche

  • Babywäsche

  • Seide

  • Sport- und Funktionskleidung

Die Temperaturwahl kann direkt an das jeweilige Programm gekoppelt sein. Oder Du wählst die Temperatur manuell aus. Auch die Schleudertouren sind in vielen Fällen vorgegeben, können aber von Hand abgeändert werden. Die Bedienungsanleitung der Waschmaschine, für die Du Dich letztendlich entscheidest, informiert Dich genau über die passende Programmwahl. Achte darauf, dass die Waschmaschine ein Schnell- oder Sparprogramm hat. Das ist sehr praktisch, wenn Du zwischendurch nur ein bisschen Wäsche waschen willst und die Zeit knapp ist. Energiesparprogramme sind ebenfalls gut. Sie brauchen zwar mehr Zeit, sparen aber Strom und Wasser.

Wie viele Schleudertouren sind sinnvoll?

Die Schleuderleistung sollte individuell regelbar sein. Pflegeleichte Wäsche wird bei maximal 800 Touren geschleudert, feine Wollsachen bei 400 bis 600. Für Buntwäsche und Kochwäsche sind dagegen mindestens 1.000 Umdrehungen erforderlich, besser sind Werte von 1.200 bis 1.600.

Schleuderwirkungsklasse Schleuderwirkung / Restfeuchte
A < 45%
B < 54%
C < 63%
D < 72%
E < 81%
F < 90%
G > 90%

Die Unterschiede bei der Bedienung einer Waschmaschine

Sehr einfache Maschinen verfügen nur über Regelknöpfe, mit denen das Programm, die Temperatur und die Schleuderzahl gewählt werden. Moderne Maschinen sind aber meist mit einem Display ausgestattet. Hier siehst Du übersichtlich, welche Waschprogramme zur Verfügung stehen. Die meisten Funktionen und Programme sind selbsterklärend.

Etliche Funktionen erhöhen außerdem den Komfort bei der Bedienung der Maschine – dazu gehört die Zeitvorwahl. Du kannst die Waschmaschine damit so programmieren, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt startet. Vor einer Überladung schützt ein eingebauter Sensor, der das Gewicht der Wäsche ermittelt. Damit lässt sich verhindern, dass Du zu viel Wäsche in die Trommel stopfst.

Die richtige Trommelgröße wählen

Neben der Vielfalt an Programmen ist vor allem die Trommelgröße wichtig. Davon hängt das Fassungsvermögen der Maschine ab. Die Trommel kann für eine Wäschemenge von fünf bis neun Kilogramm ausgelegt sein. Vorsicht: Neben dem Gewicht der Schmutzwäsche zählt auch das Volumen. Die Maschine soll nie zu voll gepackt werden, die Wäsche braucht Bewegungsfreiheit. Für einen Single-Haushalt reicht ein Fassungsvermögen von fünf Kilogramm in der Regel aus. Trotzdem kann auch im Ein-Personen-Haushalt eine größere Trommel praktisch sein. Große Stücke wie Kissen und Decken können darin problemlos gewaschen werden. Für zwei Personen reicht die 5-Kilogramm-Trommel meist ebenfalls gut aus. In einem Haushalt mit mehr Personen und Kindern ist aber eine größere Wäschetrommel besser. Aber: Der Strom- und Wasserverbrauch ist bei einer größeren Trommel natürlich etwas höher.

  • Entscheidet euch am besten für eine Trommel, die ihr regelmäßig vollbekommt. Nur weil die Trommel halbvoll ist spart ihr nicht die Hälfte an Wasser und Energie, sondern nur ca. 20 - 30% 

    Eine neue, Effiziente Maschine die ein zu großes Fassungsvermögen besitzt kann sich beim Energieverbrauch sogar negativ auswirken. 

Was bedeutet die Effizienzklasse?

Die Effizienzklasse ist ein Teilkriterium des Europäischen Energielabels. Die beste Klasse ist A+++, dann folgt in absteigender Reihenfolge eine Kennzeichnung bis zum Buchstaben D. In Deutschland dürfen seit 2013 nur noch Waschmaschinen verkauft werden, die mindestens die Energieeffizienzklasse A+ haben. Wenn Du eine neue Waschmaschine kaufst, dann achte auf die Klasse A++ oder A+++, damit ein niedriger Energieverbrauch gewährleistet ist. Für die Einstufung wird der Verbrauch für 220 Waschgängen pro Jahr ermittelt. Ein durchschnittlicher Stromverbrauch für ein Kilogramm Wäsche sind beispielsweise 0,10 kWh, wenn die Wäsche bei 60°C gewaschen wird. Beim Kauf einer Waschmaschine solltest Du die Angaben mehrerer Geräte miteinander vergleichen.

In folgender Tabelle ein Rechenbeispiel für eine Waschmaschine mit 7kg und 0,28 Euro / kWh

Energieeffizienzklasse A+ A++ A+++
Energieverbrauch in kWh pro Jahr 224 198 175
Betriebskosten für ein Jahr 62,72€ 55,44€ 49€
    11,61% 21,87%


Geräte mit einer Energieeffizienzklasse "A" dürfen ab 12/2013 nicht mehr in den Handel gelangen!* 
Geräte mit einer Energieeffizienzklasse "B, C, D" dürfen ab 12/2011 nicht mehr in den Handel gelangen!*

*Dies gilt nicht für Geräte <4kg Nennkapazität. Diese dürfen weiterhin mit Effizienzklasse A in den Handel gelangen. 

  • Beispiel für Berechnung des Stromverbrauchs für 1kg
    0,95 kWh Gesamtverbrauch pro Waschgang geteilt durch 5kg Fassungsvermögen = 0,19 kWh pro 1kg

Das Label informiert außerdem über die zulässige Beladungsmenge, die Schleuderwirkungsklasse und die Lautstärke beim Waschen und beim Schleudern. Die Lautstärke sollte nicht mehr als 70 Dezibel betragen. Wenn die Maschine im Keller steht, ist die Geräuschentwicklung nicht so wichtig. Befindet sie sich aber in einer Etagenwohnung, ist eine leise Maschine auf jeden Fall besser. Eine Waschmaschine, die beim Schleudergang sehr laut wird, sollte nur tagsüber betrieben werden.

Häufige Fragen rund um die Waschmaschine

Transport, Anschluss, Pflege: Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Waschmaschine.

Wann ist der Kauf einer neuen Waschmaschine sinnvoll?

Wann soll man die Waschmaschine wechseln? Grundsätzlich immer dann, wenn Du dringend eine funktionsfähige Maschine brauchst. Entweder handelt es sich um Deine erste eigene Waschmaschine oder das bisherige Gerät ist defekt und eine Reparatur lohnt sich nicht mehr. Weitere Gründe: Die Familie vergrößert sich und die jetzige Maschine reicht nicht mehr aus. Sie wäscht nicht mehr ordentlich, die Trommel ist zu klein. Oder Du möchtest auf eine Maschine mit einer besseren Energiebilanz umsteigen. Das ist ein guter Vorsatz, man sollte aber bedenken: Die Herstellung einer neuen Waschmaschine ist ebenfalls sehr energieintensiv.

Wenn die derzeitige Waschmaschine noch intakt ist, sparst Du zwar auf Dauer Strom- und Wasserkosten. Die Gesamtkosten müssen aber auch im Auge behalten werden. Waschmaschinen und Trockner sind im Haushalt große Energieverbraucher, etwa 15 Prozent der gesamten Energiekosten entfallen auf diese Geräte. Vor dem Kauf gilt also: Bisherige Kosten ermitteln, Geräte und Verbrauchswerte vergleichen, Anschaffungskosten und neue Verbrauchskosten berechnen. Für die alte Maschine gibt es vielleicht noch Abnehmer, die dankbar sind, wenn das Gerät noch funktioniert.

Wie wird die Waschmaschine transportiert und angeschlossen?

Wie kann man die Waschmaschine am besten transportieren? Waschmaschinen sind schwer, für den Transport sind zwei Personen ratsam – oder zumindest eine Sackkarre. In der Maschine muss die Transportsicherung angebracht sein. Das ist eine spezielle Vorrichtung, die verhindert, dass die Trommel beim Transport bewegt wird. Neue Geräte werden mit der Sicherung ausgeliefert, sie sollte unbedingt aufbewahrt werden. Beim Neukauf ist das Anschließen oft im Preis inbegriffen. Du kannst aber auch selbst eine Waschmaschine anschließen: Die beiden Schläuche für den Zu- und Ablauf werden mit dem Siphon verbunden. Die Maschine muss gerade stehen, dafür ist eine Wasserwaage sinnvoll. Die Füße sind bei den meisten Geräten höhenverstellbar, so lassen sich geringe Unterschiede ausgleichen.

Der richtige Standplatz: Wo soll die Waschmaschine aufgestellt werden?

Die Waschmaschine kann im Bad, in einem Abstellraum mit Wasseranschluss, in der Küche oder im Keller stehen. Miss den Standplatz vorher aus und berücksichtige, dass die Öffnung leicht zugänglich sein muss. Viele Käufer fragen sich, ob die Waschmaschine auf einem Podest stehen darf. Warum ist die Waschmaschine auf einem Podest überhaupt sinnvoll? Wenn das Podest stabil und absolut eben ist, lässt sich damit Platz sparen. Gut sind gemauerte Sockel, die vorne offen sind. Dann kann unter der Maschine ein Wäschekorb untergebracht werden. Der Sockel oder das Podest sollte aber nicht zu hoch sein. Wenn Waschmaschine und Trockner miteinander kombiniert werden, muss die Waschmaschine auf jeden Fall unten stehen.

Die Reinigung und Pflege der Waschmaschine

Regelmäßige Reinigung und Pflege der Waschmaschine erhöhen die Lebensdauer. Ein spezieller Entkalkungszusatz bei jeder Wäsche ist nur dann notwendig, wenn das Wasser sehr hart ist. Die Wasserhärte erfährst Du bei der Gemeinde. Je nachdem, wie oft die Maschine in Betrieb ist, sollte sie ein- bis zweimal pro Jahr mit einem Spezialreinigungsmittel behandelt werden. Dieser sogenannte Maschinenreiniger enthält auch ein Entkalkungsmittel. Die Gummidichtung an der Türöffnung und das Türglas wischst du nach jedem Waschgang ab. Die Waschmittelkammer nimmst Du ab und zu heraus und entfernst Rückstände. Ganz wichtig: Lass die Tür und die Waschmittelkammer nach Gebrauch offen, damit alles gut trocknen kann. Das reduziert die Bildung unangenehmer Gerüche. Nach etwa 40 bis 50 Waschgängen sollte die Maschine ohne Wäsche bei 90°C laufen. Auch das beugt Gerüchen vor.

Wie viel und welches Waschmittel ist sinnvoll?

Pflegeleichte Wäsche und Synthetik werden mit Flüssigwaschmittel gut sauber. Ab Waschtemperaturen von 60 Grad ist Waschpulver besser. Beide Varianten gibt es für weiße und bunte Wäsche, Flüssigwaschmittel ist auch für dunkle und schwarze Wäsche erhältlich. Du hast außerdem die Wahl zwischen Fein- und Vollwaschmittel. Ein Vollwaschmittel hat mehr Waschkraft, kann aber zum Ausbleichen der Farben führen. Für Wolle und Funktionswäsche gibt es Spezialwaschmittel. Deshalb immer auf die Kennzeichnungen achten und ein Waschmittel verwenden, das für die jeweiligen Textilien geeignet ist. Die Dosierung richtet sich nach dem Verschmutzungsgrad, der Füllmenge und der Wasserhärte.

Warum ist die Waschmaschine so laut beim Schleudern?

Wenn die Maschine zu laut ist, steht sie meistens nicht gerade. Prüfe mit einer Wasserwaage den Stand und richte die Füße neu aus. Gut ist auch eine Matte aus Gummi unter der Maschine, die die Vibrationen dämpft.

 
Veröffentlich am 12.07.2018
Aktualisiert am 01.07.2019