Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo begrüßen folgende Gäste: Paul Ronzheimer Seine Heimat ist Aurich in Ostfriesland, sein Arbeitsgebiet die ganze Welt. Der Journalist Paul Ronzheimer berichtet seit mehr als zehn Jahren aus Kriegs- und Krisengebieten. Der 40-Jährige startete seine berufliche Karriere mit einem Volontariat bei der "Emder Zeitung", mittlerweile fungiert er als stellvertretender Chefredakteur der "BILD"-Zeitung. Besonders für seine Berichterstattung in der Ukraine wird er von Leserinnen und Lesern geschätzt und vor vier Jahren sogar als "Journalist des Jahres" ausgezeichnet. Erst kürzlich erhielt er für den Podcast, der seinen Namen trägt, den Medienpreis BAMBI in der Kategorie "Kultur", da er einen wichtigen Beitrag zur politischen Aufklärung leistet. Über seine ostfriesischen Wurzeln, Gespräche mit despotischen Machthabern und seinen Blick auf Deutschland, erzählt Paul Ronzheimer bei "3nach9". Ferdinand von Schirach Er ist ein präziser Beobachter der menschlichen Abgründe mit einer leisen, aber eindringlichen Stimme: Ferdinand von Schirach. Der deutsche Strafverteidiger und Schriftsteller wird 1964 in München geboren und wächst in einer traditionsreichen, politisch und kulturell geprägten Familie auf. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Bonn gründet er eine eigene Kanzlei und arbeitet viele Jahre als Strafverteidiger - Erfahrungen, die seine ausdrucksstarken Werke maßgeblich prägen. Sein literarischer Durchbruch gelingt ihm 2009 mit dem Erzählband "Verbrechen", in dem er reale Fälle in eine nüchterne, fast kühle Sprache übersetzt und dabei große Fragen nach Schuld, Verantwortung und Moral stellt. Es folgen erfolgreiche Bücher wie "Schuld", "Der Fall Collini" oder "Kaffee und Zigaretten", die international gelesen und vielfach verfilmt oder für die Bühne adaptiert werden. Ferdinand von Schirach stellt das deutsche Rechtssystem und das Empfinden für Recht und Unrecht, Schuld und Unschuld immer wieder auf den Prüfstand des Gewissens.





