Alexander Jürgens ist der Vater eines Kartäusermönchs. Sein Sohn Dominik lebt seit zehn Jahren in einem der strengsten Orden der katholischen Kirche: In einer Kartause in den französischen Alpen. Kartäusermönche führen ein Leben in Stille, Gebet und weitgehender Abgeschiedenheit. Persönliche Besuche der Familie sind nur einmal im Jahr möglich, ansonsten bleibt der Kontakt auf Briefe beschränkt. Der Orden geht auf den heiligen Bruno von Köln zurück und steht bis heute für eine besonders radikale Form klösterlicher Spiritualität. Wie es für einen Vater ist, wenn der Sohn diesen ungewöhnlichen Lebensweg einschlägt, und was Menschen in einer hektischen und reizüberfluteten Welt von einem solchen Leben lernen können, darüber spricht Marisa Haug mit Alexander Jürgens. Er gibt Einblicke in den Alltag der Kartäusermönche, erklärt die spirituelle Suche hinter der klösterlichen Stille und erzählt, wie sein Sohn seinen Weg in diese abgeschiedene Welt gefunden hat.






