"Avant il n'y avait rien" erzählt die Geschichte einer Rückkehr: Der Schweizer Filmemacher palästinensischer Herkunft Yvann Yagchi reist zum ersten Mal an den Ort, aus dem seine Familie einst fliehen musste. Dort versucht er zu begreifen, warum ein Jugendfreund heute als jüdischer Siedler lebt und warum ihre Freundschaft daran zerbrach. Diese Suche nach einem Gespräch, das nicht mehr stattfindet, führt ihn unweigerlich auch zu seiner eigenen Geschichte - einer Familienerinnerung, die von Verlust, Flucht und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit geprägt ist. Der Film wird zu einer persönlichen Annäherung an ein zerrissenes Land und an die Frage, wie man sich selbst findet, wenn die eigene Herkunft von Konflikten überschattet ist. Gleichzeitig erhebt er eine leise, aber eindringliche Stimme für eine Kultur, deren Überleben auf dem Spiel steht.
