Frida (Naomie Ackie) kann ihr Glück kaum fassen, als es beim Catering-Job an einem Anlass für den Tech-Guru und Party-Milliardär Slater King (Channing Tatum) funkt. Frida und ihre Freundin Jess (Alia Shawkat) feiern mit Slater und seiner Entourage, dass die Wände wackeln. Als sich die Party ihrem Ende zuneigt, lädt Märchenprinz King die beiden Frauen ein, mit der ganzen Gruppe auf seine Insel mitzukommen. Diese Gelegenheit lassen Frida und Jess sich nicht entgehen. Auf der luxuriösen Privatinsel fehlt es den jungen Damen an nichts, mit den Mädels und Jungs aus Slaters Clique verbringen sie jeden Tag mit Partymachen. Zwar hat Slaters Assistentin (Geena Davis) alle Smartphones eingesammelt, doch anfängliche Bedenken zerstreut der Satz: "Ihr werdet hier zu nichts gezwungen, was ihr nicht wollt." "Spürst Du das nicht? Irgendwas stimmt hier nicht", meldet Fridas Freundin Bedenken an, und tatsächlich häufen sich bald kleinere und grössere Irritationen. Frida selbst wischt ihre Zweifel an der Party-Idylle beiseite - bis Jess spurlos verschwindet und sich von den Gästen gar niemand an sie erinnern kann. Für ihr Regiedebüt hat sich Zoë Kravitz, Schauspielerin und Tochter von Rockstar Lenny Kravitz mit Lisa Bonet, sich einen denkbar heiklen Stoff ausgesucht und sich vom Skandal um Jeffrey Epstein und dessen Privatinsel inspirieren lassen. Für ihre Geschichte vom Traumurlaub, der zum Alptraum wird, findet sie eine mitunter so beängstigende Bildsprache, dass dem Film auch auf SRF zwei wegen der Thematik von Missbrauch und sexueller Gewalt eine sogenannte Triggerwarnung vorausgeschickt wird. Die Filmkritikerin von "Watson" wusste dem topaktuellen Thriller viel abzugewinnen: "Je aufmerksamer man beim Zuschauen ist, desto mehr Spass macht der Film, jedes noch so nebensächlich scheinende Detail findet seine Bestimmung, und der Abgrund, in den wir schliesslich durch Fridas Augen blicken, ist grauenhaft. "Blink Twice" ist ein grosser Spass mit einem todernsten Kern.
