Dass es manchmal auch anders kommen kann als man denkt - unverhofft eben - beweist Sibylle Tafel in ihrer romantischen Komödie, die auf lockere Weise Schicksal spielt. Wenn Jule Ronstedt als trotzige junge Mutter dem von Heio von Stetten dargestellten Workaholic voller Esprit seinen engen Krawattenknoten löst, dessen Herz erobert und sich anschließend für wirtschaftliche Gerechtigkeit stark macht, ist sie der Schrittmacher einer munteren Geschichte, bei der auch nachdenkliche Töne anklingen. Zwei heranwachsende Kinder, die Enge ihrer Reihenhauswohnung und ein schlecht bezahlter Job in der kleinen Webstoff-Fabrik "Rheinland" halten Lotte Wagner ganz schön auf Trab. Als sie eines Morgens dem ebenfalls alleinstehenden Top-Manager Matthias Winkelmann die Vorfahrt nimmt, fährt sie dem verblüfften Anzugträger frech über den Mund. Winkelmann, der als Vorstandsmitglied des Textilkonzerns "Bloomfeld AG" in einer schicken Designer-Villa residiert und nur noch für seine Arbeit lebt, ahnt nicht, dass er die vorlaute junge Frau bald wiedersehen wird. Nach einem Zusammenbruch verordnet ihm der Arzt einen Monat striktes Arbeitsverbot. Beim Joggen läuft Matthias kurz darauf zufällig Lotte über den Weg, die auf einem Sportplatz die Fußballmannschaft ihres kleinen Sohnes Benni trainiert. Benni ist von dem fußballbegeisterten Fremden sofort angetan. Auch zwischen Lotte und Matthias regen sich bald Gefühle. Matthias erfährt, dass Lotte ausgerechnet für jene Zulieferfabrik arbeitet, die sein Unternehmen aus wirtschaftlichen Gründen loswerden will. Unfähig, ihr reinen Wein einzuschenken, verleugnet Matthias seine berufliche Position. Plötzlich steht alles auf dem Spiel: die Existenz der "Rheinland"-Fabrik, die berufliche Zukunft von Matthias, und vor allem dessen Liebe zu Lotte, die ihm mit ihrer quirligen Art längst komplett den Kopf verdreht hat.
