Eine 75-Jährige wird auf einem Münchner Spielplatz erschlagen und erwürgt. Bergmann und Lorenz geraten in ein Geflecht aus Familienpflicht, heimlicher Liebe und harten Nachbarschaftsfronten. Die Tote ist Barbara Pfeiffer, 75, an einem Hirntumor erkrankt und mit verkürzter Lebenserwartung. Sohn Michael, Buchhändler mit grossen Plänen, sorgt täglich für sie. Doch in ihrem bescheidenen Haus zeigen sich rätselhafte Spuren. Am Tatort spricht wenig für Zufall: Erst der Schlag mit einem Stein, dann der brutale Würgegriff - keine Abwehr, die Handtasche geleert. Wer könnte es auf eine todkranke Frau abgesehen haben? In Barbaras Haus finden Bergmann und Lorenz halbverbrannte Liebesbriefe, Rosen auf dem Kompost, im Bad Bartstoppeln und einen entsorgten Rasierer. Nachbarin Erika Fiebig hörte kürzlich einen heftigen Streit mit einem "schneidigen" Mann, ihrem Liebhaber? Worum ging es in dem Streit und wer ist der Unbekannte? Auch die nächtliche Ruhestörung halbseidener Jugendlicher vor Barbaras Haus wirft Fragen auf. Michael Pfeiffer, der pflichtbewusste Sohn, ist fassungslos. Er wusste nichts von einer heimlichen Liebschaft seiner Mutter. Gab es Differenzen zwischen den beiden? Es türmen sich Motive um ihn: Er modernisiert den noblen Buchladen, plant eine "Coffee & Readery", ringt mit Zeit und Geld. In der Tatnacht sei er bis spät allein im Laden gewesen; die Kamera beim Goldschmied gegenüber stützt das Alibi. Er beginnt eigenmächtig nach dem Liebhaber der Mutter zu suchen und wird fündig. Bergmann kann zur rechten Zeit einen Konflikt zwischen beiden verhindern und nimmt Barbaras Freund Wolfi mit auf die Dienststelle. Ist der ältere Herr zu so viel Wut fähig und warum ist er in ihr Haus eingebrochen? Er streitet den Mord vehement ab. Bergmann findet heraus, dass Wolfi Barbaras Kalender entsorgt hat, der auch für Michael von wichtiger Bedeutung ist.






