Es war einmal in Amerika: Ein historisches Auswandererepos über Aufbruch, Hoffnung und Heimweh erzählt der TV-Zweiteiler "Der Club der singenden Metzger". In den Hauptrollen sind Jonas Nay als schwäbischer Metzgermeister und Leonie Benesch als seine Frau sowie Aylin Tezel als Hamburger Zirkusartistin zu sehen, die sich im amerikanischen Westen ein besseres Leben aufbauen möchten. Starregisseur Uli Edel, der hier erstmals mit der vielfach ausgezeichneten Filmemacherin Doris Dörrie zusammenarbeitet, verfilmte den gleichnamigen Bestseller der US-amerikanischen Autorin Louise Erdrich. Der berührend erzählte Fernsehfilm zeichnet das vielschichtige Panorama einer deutschen Auswanderergeneration, die nach dem Ersten Weltkrieg der Armut entfliehen möchte. Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg: Der junge Metzger Fidelis Waldvogel (Jonas Nay) kehrt ausgezehrt, aber körperlich unversehrt in seine schwäbische Heimat zurück. Dort löst er sein Verspechen ein und heiratet die hochschwangere Witwe Eva (Leonie Benesch) seines gefallenen Kameraden Johannes (Mladen Hren). Für Fidelis gibt es in der Metzgerei seiner Familie jedoch keine Zukunft. Um der bitteren Armut zu entfliehen, beschließt er auszuwandern. Alleine bricht Fidelis nach Amerika auf, um sich in der Fremde eine Existenz aufzubauen und seine Familie später nachzuholen. Eine kleine Holzkiste mit Würsten, die kostbaren Messer seines Vaters und das geheime Wurstrezept der Familie dienen als Startkapital in der Neuen Welt. Fidelis Reisebudget reicht bis Argus in North Dakota: In dem Westernstädtchen heuert er zunächst bei dem polnischen Metzger Kozka (Maciej Salamon) an und nutzt den guten Ruf seiner Würste, um sich schon bald selbstständig zu machen. Bereits nach einem Jahr kann seine Frau mit dem inzwischen geborenen Johannes nachkommen. Nach Argus hat es auch den Clown Robert (Sylvester Groth) und seine Tochter Delphine (Aylin Tezel) aus Hamburg verschlagen.