Es ist die Sensation des Jahres, die Bilder aus dem größten Kunstraub der DDR sind wieder aufgetaucht. Nach Monaten intensiver Geheimverhandlungen steht Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch vor fünf alten Gemälden und kann sein Glück kaum fassen: "Das hat ja niemand mehr erwartet, Generationen sind darüber gestorben, die das nicht mehr erleben konnten. Da werden einem die Knie weich, da flennst du eigentlich." Wie konnte der Coup von Gotha gelingen? Wie ist es möglich, dass die fünf Alten Meister bald wieder auf Schloss Friedenstein in Gotha zu bestaunen sind? "Echt" schaut hinter die Kulissen des spektakulären Falls und rekonstruiert die Geheimverhandlungen. Die Geschichte beginnt am 14. Dezember 1979. In der Nacht ist alles perfekt für die Diebe. Sie kommen über das Abflussrohr und klettern nach oben. Offenbar wissen die Täter: Die Alarmanlage ist nicht scharf gestellt. Sie entwenden fünf Gemälde, die später auf 50 Millionen Mark taxiert werden. Dem größten Kunstraub der DDR folgt eine beispiellose Ermittlung von Polizei und Stasi. Ein Trauma bis heute für die Thüringische Kleinstadt. Rund 1.000 Menschen werden befragt. Sechs Jahre nach dem Kunstraub schließen sich in Gotha auch die Stasi-Akten. Der Fall ist bis heute nicht aufgeklärt. Doch im Juni 2018 klingelt im Rathaus von Gotha das Telefon. Ein Gespräch für den Oberbürgermeister. Ein Anwalt meldet sich. Seine Mandanten wären im Besitz der Bilder. Für 5,25 Millionen Euro kann sie die Stadt und die Stiftung Friedenstein zurückhaben. Knut Kreuch ist sofort klar: "Wir haben dazu kein Geld. Deswegen habe ich gesagt, ich brauche die Ernst-von-Siemens Kunststiftung, die hat uns schon oft geholfen." Und tatsächlich: Dr. Martin Hoernes, Generaldirektor der Stiftung steigt mit ein in die Geheimverhandlungen: "Es ging nicht nur um viel Geld, es ging auch darum, Diskretion zu halten, mit verschiedenen Partnern zu jonglieren." Am 20.
