01:50 - 03:30
Arte

    Der Kampf um Chile

    Geschichtsdoku • C, F, RCH 1975 • 100 Minuten
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    Staffel 1, Folge 1, Der Aufstand der Bourgeoisie

    Seit 1970 regierte Salvador Allende Chile als erster demokratisch gewählter sozialistischer Präsident - ein Symbol der Hoffnung vor allem für die Armen. Doch die konservative Opposition, unterstützt von den USA, die einen marxistischen Einfluss in Südamerika fürchtete, arbeitete gezielt auf seinen Sturz hin. Bei den Parlamentswahlen 1973 verfehlte die Rechte die nötige Mehrheit, um Allende verfassungsgemäß abzusetzen. Daraufhin baute sie auf Destabilisierung: Die Versorgung der Bevölkerung wurde durch Sabotageakte und die Vernichtung von Vorräten gezielt behindert. Faschistische Gruppen schürten Gewalt, finanziert von Großkonzernen und dem US-Außenministerium. Als sich die Mittelschicht der Opposition anschließt und eine von Christdemokraten unterstützte Lkw-Blockade das Land lahmlegt, ist die Demokratie am Ende. Am 29. Juni 1973 scheiterte zwar ein erster Putschversuch - doch der Umsturz blieb nur eine Frage der Zeit. Mit "Der Kampf um Chile" schuf Patricio Guzmán ein dokumentarisches Meisterwerk. Der Dreiteiler zeigt die letzten Monate vor dem Putsch: die gespaltene Gesellschaft, die Streiks, die Gewalt in den Straßen Santiagos und schließlich den brennenden Präsidentenpalast. Guzmán, der das sozialistische Projekt von Anfang an begleitete, machte es sich zur Lebensaufgabe, die Erinnerung an die gescheiterte Revolution zu bewahren.

    Regie:
    Patricio Guzmán
    Schauspieler:
    Abilio Fernández (Narrator), Salvador Allende (Self)

    Sendungsinfos

    OT
    Originaltitel:
    Der Kampf um Chile
    Folgesendung: 03:30 / Arte

    Denzel Curry

    splash! Festival 2023
    54 Minuten
    zur Folgesendung