Juliane und ihre jüngere Schwester Marianne sind als Töchter eines Pfarrerehepaars in den 50er-Jahren aufgewachsen. Die artige Marianne war der Liebling des Vaters, mit der oft aufbegehrenden Juliane tat er sich schwer. Jahre danach ist aus der braven und angepassten Marianne eine kämpferische Revolutionärin geworden. Sie will die Gesellschaft gewaltsam verändern und steht als Terroristin auf der Fahndungsliste. Juliane dagegen lehnt Gewalt ab und versucht als Mitarbeiterin einer feministischen Zeitschrift, auf notwendige gesellschaftliche Reformen hinzuwirken. Nach Mariannes Verhaftung kommen sich die beiden Schwestern wieder näher. Umso härter trifft Juliane die Nachricht von Mariannes Tod in der Haftanstalt. Sie glaubt nicht an die offizielle Erklärung, Marianne habe Selbstmord begangen. Obwohl sie sich damit mehr und mehr isoliert, versucht sie im Alleingang, die Umstände von Mariannes Tod zu klären.
