Ella Jansen (Suzanne von Borsody) ist nicht nur Chefin eines norddeutschen Hochsicherheitsgefängnisses, sie ist auch ausgebildete Psychologin. Als ein verurteilter Sexualstraftäter im Knast eine Geisel nimmt, stellt sie sich zum Austausch zur Verfügung. Fast hat sie hat den Doppelmörder zur Aufgabe gebracht, da schlägt das SEK der Polizei zu. Der Geiselnehmer verliert die Nerven und vergewaltigt die Gefängnisleiterin. Schlimm genug, aber dann sieht sich Ella Jansen auch noch einer politisch motivierten Hetzkampagne gegen sie ausgesetzt. Grimme-Preisträger Christian Görlitz inszenierte sein eindrucksvolles Seelendrama nach einer wahren Begebenheit, die sich in der Justizvollzugsanstalt Celle zugetragen hat. Eine gedemütigte Frau kämpft um ihre Ehre - eine Paraderolle für Suzanne von Borsody. Die war schon einmal mit einem Film erfolgreich, der im Gefängnismilieu spielt: 1999 war sie "Die Mörderin" in dem gleichnamigen Streifen von Christian von Castelberg und erhielt dafür sowie für Margarethe von Trottas im selben Jahr gezeigtes Drama "Dunkle Tage" sowohl den Bayerischen als auch den Deutschen Fernsehpreis.
