19:40 - 20:15
Arte

    Ein Palast aus Sand: Nepals magische Mandalas

    Dokumentation • D 2024 • 35 Minuten
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    Im Westen der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu steht die Thrangu Tara Abbey, ein Kloster, in dem rund 230 Nonnen arbeiten und studieren. Sie gehören einem der vier großen tibetischen Orden an - dem Karma-Kagyu-Orden. Seit 2016 erleben tibetisch-buddhistische Nonnen so etwas wie eine Revolution: Sie gelten als gleichgestellt gegenüber den Mönchen - den Männern des Ordens - und dürfen Buddhas Lehre an klostereigenen Universitäten studieren. Wenn das männliche und das weibliche Prinzip miteinander in völliger Harmonie sind - so der buddhistische Glaube - kann daraus Frieden erwachsen. Viele Nonnen sind Waisen oder stammen aus ärmlichen Regionen. Im Kloster erhalten sie kostenlos Essen und Bildung - wie Ani Jamyang. Das Kloster ist ihre Heimat geworden. Alle Hingabe der Nonnen gilt aktuell dem Wohl ihres jüngst verstorbenen Meisters Thrangu Rinpoche. In allen Klöstern des Karma-Kagye-Ordens finden intensive Gebetszeremonien statt. Sie sollen die Wiedergeburt des Meisters begleiten - die nach Vorstellung der Gläubigen demnächst bevorsteht. Die Nonnen der Thrangu Tara Abbey wollen ihren Teil dazu beitragen und im Tempel ein Schutz-Mandala aus farbigem Sand errichten. Mit der Fertigstellung residiert Göttin Vajrayogini - so die Vorstellung der Gläubigen - in ihrem Sandmandala-Palast. Nach einer Woche, so sind die Gläubigen überzeugt, wird sie wieder ausziehen. Danach wird das Mandala rituell zerstört. Diese Sichtweise fasst einen der Kerngedanken des Buddhismus zusammen: Nichts währt ewig. Deshalb sollte man früh lernen, alles, woran das Herz hängt, auch wieder loszulassen.

    Regie:
    Andrea Oster

    Sendungsinfos

    OT
    Originaltitel:
    Ein Palast aus Sand: Nepals magische Mandalas
    Folgesendung: 20:15 / Arte

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    55 Minuten • Staffel 1 • Folge 1
    zur Folgesendung