Mentale Gesundheit geht uns alle an - im Mostviertel in Niederösterreich steht sie derzeit mehr im Fokus als je zuvor. Die niederösterreichische Landesausstellung trägt den Titel "Wenn die Welt Kopf steht - Mensch. Psyche. Gesundheit." und beleuchtet das Thema aus künstlerischer, medizinscher und menschlicher Sicht. Das "Erlebnis Österreich" - eine Wiederholung aus dem ORF Landesstudio NÖ ( noch gibt es zum Teil große Berührungsängste, wenn es um die Psyche geht. Um Vorurteile abzubauen, geht man deshalb einen außergewöhnlichen Weg: die Landesausstellung ist direkt am Gelände des Landesklinikums Mauer. Die "Offene Tür"-Politik des Standorts bekommt so eine neue Dimension. Wo einerseits psychische Erkrankungen und seelisches Leiden behandelt werden, ist andererseits die Ausstellung zu Gast. Ein Balanceakt bei laufendem Betrieb, wobei Patientenwünsche nach Rückzug und Anonymität gewahrt bleiben. Als ehemaliger Patient des Landesklinikums Mauer erzählt Franz Josef Rohrmoser in dieser Dokumentation von seinem ganz persönlichen Weg: von Burnout und Depression, von der Schwierigkeit zu erkennen, dass man Hilfe braucht, von Heilung und Vorsorge. Und vor allem davon, dass aus einer vermeintlichen Schwäche eine ungeahnte Stärke entstehen kann. So ist er über die Therapie zum Schreiben gekommen und will noch heuer sein erstes Buch veröffentlichen. Einer seiner Briefe wird auch in der Landesausstellung gezeigt. Und damit befindet er sich in prominenter Gesellschaft: man entdeckt etwa Werke von August Lancedelli, Josef Karl Rädler und August Walla - allesamt Künstler, die an psychischen Erkrankungen litten bzw. deshalb in Behandlung waren. Aber auch die seelische Gesundheit als gesamtgesellschaftliches Thema wird aufgearbeitet, so werden etwa historische und moderne Therapieansätze vermittelt.





