Weniger Party, mehr Kultur, mehr Kulinarik, mehr Natur: Menorca. Die kleine Schwester geht ihren ganz eigenen Weg. Und das mit großem Selbstvertrauen und Liebe zur Heimat. Ein echter Geheimtipp fast ohne Touristen. Kein Wunder, dass der Schmidt Max mit der "freizeit" die kleine Insel er-stromert hat in einem alten offenen Citroen Mehari. Schließlich wollte er die Meeresbrise von über 100 nahezu unbebauten Buchten hereinwehen lassen. Und überall begegnet ihm die uralte Kultur der Menorquiner, ihre "talaotische" Herkunft, die in schon in der Vorzeit vor Christi Geburt begründet wurde. Das nahezu unbekannte Wort "talaotisch" taucht überall auf: selbst im Bier, im Ur-Getreide mit dem Namen "Xeixa" und deshalb auch im Brot. Überhaupt spielt die Kulinarik eine große Rolle in diesem Land. Vor der Abhängigkeit des Massentourismus hat Menorca das Handwerk gerettet. Seit Jahrhunderten stellen die Menorquiner feinsten "Queso de Mahon" her, den Kuh-Käse, der bis zu einem Jahr reifen darf. Eine Kooperative von über 500 Landwirten bewahrt die traditionellen Produkte der Insel. Auch die Schuhherstellung mit ihren ganz eigenen Modellen, deren Sohle gerne auch mal aus alten Autoreifen gemacht ist, hat eine lange Tradition. Und der Coca Rossa, ein Klappstuhl à la Hollywood, den die Einheimischen überall hin mitnehmen, wo sich das Leben entspannt genießen lässt. Dass die gesamte Insel Menorca schon seit dem Jahr 1993 als UNESCO-Biosphären-Reservat ausgewiesen ist, stellt sich als Segen heraus. Und als gelebten Anspruch.





