Die Fahrt mit dem "Glacier Express" ist eine der berühmtesten Eisenbahnreisen der Welt. Acht Stunden zwischen St. Moritz und Zermatt mit knapp 300 Kilometern Schweizer Alpenlandschaft. Seit 1930 gehört die Reise mit dem "langsamsten Schnellzug der Welt" zu einer der aufregendsten und bequemsten Möglichkeiten, die Alpen zu entdecken. Die Reise beginnt im mondänen St. Moritz, dem Geburtsort der alpinen Winterferien, natürlich im Winter. Hier bläst Hans Peter Danuser ins Alphorn. Der ehemalige Kurdirektor von St. Moritz hat schon in den 1980er-Jahren in New York mit dem Alphorn für den "Glacier Express" geworben. Schon bald hinter St. Moritz fährt der Zug durch den Albulatunnel. Auf der anderen Seite geht es bis Thusis bergab auf einem UNESCO-Weltkulturerbe, der Albulalinie. Die Strecke ist harmonisch in die Landschaft eingebettet und gilt als Paradestück der Bahnpionierzeit. Den großen Höhenunterschied von 1000 Metern überwindet der Zug mittels mehrerer Kreiskehrtunnel. Bis Bergün ist der Schwindel ganz nah. Es folgt der Besuch an einem der "schönsten Flecken der Schweiz", dem Bergsee "Lai de Palpuogna". Über die berühmteste Eisenbahnbrücke der Schweiz, dem Landwasserviadukt, fährt der "Glacier Express" langsam Chur entgegen. In der Brunnenstadt klärt sich die Bedeutung des Wortes "Waschweib". Nun überquert der "Glacier Express" in Reichenau genau die Stelle, wo sich Vorder- und Hinterrhein zum Rhein vereinigen. Es folgt die Fahrt durch die Ruinaulta, wie die Rheinschlucht zwischen Reichenau und Ilanz auf Rätoromanisch heißt. Weiße Felsen und bizarre Gesteinsformationen haben diesen Abschnitt berühmt gemacht. Vom "Grand Canyon der Schweiz" ist es nicht mehr weit bis Disentis, wo das Streckennetz der Rhätischen Bahn endet. Es folgt der Besuch des Klosters Disentis. Darin befindet sich ein berühmtes Gymnasium, die älteste Schule des Kantons Graubünden. Hier wird noch Rätoromanisch gelehrt.
