Auf Thudts Hof in Herrhausen im Harz hat die Kälberzeit begonnen. Bei Landwirt Steffen Thudt sind im Laufe der Woche schon drei gesunde Kälber im Stall zur Welt gekommen, am Wochenende folgte das Vierte, diesmal ein Bullenkalb. Wie vorgeschrieben muss der Nachwuchs zeitnah mit Ohrmarken gekennzeichnet werden. Für Steffen Routine - für seine Verlobte Jessi Lange eine große Herausforderung. Sie hat noch Angst, dem Kalb weh zu tun. Auf dem Hof in Sarnekow in Schleswig-Holstein steht ein Bullenumzug an. Immer wenn die ältesten Tiere zum Schlachter gehen, verschiebt sich die Rangordnung im Stall: Die Nächsten rücken nach und müssen in eine andere Bucht. Normalerweise ist auch das eine reine Routinearbeit. Aber diesmal verhält sich der Umzug schwieriger als erwartet: Die Tiere reagieren unruhig, der Ablauf stockt und die Arbeit wird zur Geduldsprobe. Auf dem Sophienhof bei Neustrelitz beginnt ein neues Kapitel. Seit fünf Jahren plant Karsten Dudziak eine Kartoffelhalle - jetzt geht es endlich los. Um den Start offiziell sichtbar zu machen, stellt er mit seinen Mitarbeitern ein Baustellenschild auf. Was so einfach klingt, bedarf doch einer sehr genauen Ausführung. In Mecklenburg-Vorpommern steht für Geflügellandwirtin Christine Bremer an diesem Tag eine Abholung an: Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern sollen zwei mobile Hühnerställe geholt werden. Bevor es losgeht, müssen allerdings noch die Reifen an den rollenden Ställen gewechselt werden. Normalerweise eine Sache von Minuten. Nur: Ausgerechnet heute ist der kälteste Tag des Jahres. Minus 12 Grad machen aus Routine Knochenarbeit. Wenn sie nicht rechtzeitig fertig werden, droht der Rückweg im Dunkeln - und im schlimmsten Fall eine Übernachtung irgendwo auf der Strecke.





