Das Faschingsrennen am Rosenmontag ist ein uralter Brauch, der nur in den Gemeinden des obersteirischen Bezirks Murau gepflegt wird. Eine von ihnen ist Krakau, in der drei Vereine das Faschingrennen alternierend ausrichten. Um 03.30 Uhr, noch vor dem Morgengrauen, treffen sich die jungen Burschen zum Auslaufen. Die jüngsten sind gerade 14 Jahre alt geworden. Was sie erwartet, ist ein eigenartiges wildes Treiben, das sie sogar über die Grenze nach Salzburg führt. Der Film besucht die Faschingrenner und lässt sich von ihnen erzählen und zeigen, was an ihrem rauch so besonders ist. Es ist die letzte männliche Domäne im oberen Murtal. Der Lauf wird nur von Burschen und Männern durchgeführt, selbst die Frauenrollen werden von Männern dargestellt. Der "Wegauskehrer" führt den Zug an, ist in einen roten Anzug gekleidet und trägt einen langen Besen. Ihm folgt der "Hühnergreifer" mit seinem Federkostüm und einem ausgestopften Habicht auf dem Kopf. Die "Schellfaschinge" sind die größte Gruppe. Etwa 30 an der Zahl, bahnen sie sich samt ihrem Gefolge ihren Weg von Hof zu Hof, wo sie mit lautem Gejauchze und Glockenlärm die Dämonen verscheuchen und den Winter austreiben. Vor jedem Haus tanzen die Schellfaschinge mit ihren kurzen Lederhosen und bunten Spitzkappen, Tüchern und Stecken ein "Kranzl" um die "Glockfaschinge", die mit ihren großen Kuhglocken läuten. Kommen die Faschingrenner zu einer "Speng", einer Kette, die in etwa drei Metern Höhe gespannt ist, muss diese vom Wegauskehrer überklettert werden. Scheitert der Wegauskehrer, ist das Faschingrennen vorbei. Eine Schmach, die jeder Wegauskehrer vermeiden will. Dem Zug der "Schönen" folgt die Gruppe mit dem Ross. Dazu gehören der "Rossknecht", der "Schmied" und die "Schmiedin" und der "Schinder" mit der "Schinderin". Das "Ross" wird von zwei Burschen dargestellt, der vordere trägt eine Rosskopfmaske und der hintere hat einen Pferdeschwanz an sein Hinterteil angenäht.