Mit immensen Erwartungen startete die schwarz-rote Bundesregierung in ihre Amtszeit. Doch der Aufbruch stand von Beginn an unter Druck. Ein Jahr später zieht die Doku eine erste Bilanz: Was hat diese Koalition erreicht? Wo ringt sie um ihren Kurs? Und gelingt es der selbst ernannten Arbeitskoalition ihre Versprechen einzulösen, oder ist sie häufiger mit internen Konflikten beschäftigt? Im Mai 2025 unterzeichnen CDU, CSU und SPD ihren Koalitionsvertrag. Ein neuer politischer Geist soll entstehen - getragen von Reformwillen, Entschlossenheit und dem Versprechen, Deutschland stabil durch eine Phase anhaltender Krisen zu führen. CSU-Chef Markus Söder spricht gar von der "letzten Patrone der Demokratie". Doch der Aufbruch steht von Beginn an unter Druck: Die Wahl von Friedrich Merz zum Bundeskanzler markiert den Start einer Koalition mit historisch niedriger Zustimmung - und zugleich historisch hohem Anspruch. Das erste Regierungsjahr bietet reichlich Konfliktstoff: die erbitterte Rentendebatte, Auseinandersetzungen über die Besetzung eines Richterpostens am Bundesverfassungsgericht, die wichtigen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie zunehmende internationale Spannungen, die durch die Politik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump zusätzlich an Schärfe gewinnen. Der Film begleitet zentrale Figuren der Regierung über viele Monate hinweg. Wie finden sie Kompromisse? Wo stoßen sie an politische, organisatorische oder persönliche Grenzen? Die Langzeitbeobachtung folgt ihnen durch Sitzungswochen und Krisentreffen, auf Reisen im In- und Ausland, bei Parteitagen, Wahlkämpfen und Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern. So entsteht ein unverstellter Blick auf das politische Handwerk in einer Zeit, in der jede Entscheidung unter besonderer Beobachtung steht - und die eigene Parteibasis jeden Schritt aufmerksam begleitet.
