Krieg mitten in Europa: Die NATO gerät im Ukraine-Russland-Konflikt unter Zugzwang. Wie schlagkräftig und wie geschlossen ist das militärische Bündnis angesichts der neuen Herausforderungen? Eine Konfrontation mit Ansage - durch die NATO-Osterweiterung rückt das Bündnis näher an Russlands Grenzen. Die Krim-Annexion bleibt für Russland fast folgenlos. Gleichzeitig rüstet die NATO ab und droht sich selbst abzuschaffen. Hat die NATO sich verkalkuliert? Die NATO steht unter gewaltigem Druck. Der Konflikt um Erdgasvorkommen im Mittelmeer bringt die NATO-Partner Griechenland und Türkei 2020 an den Rand einer militärischen Konfrontation. Zuvor hatte der damalige US-Präsident Donald Trump bereits mit einem Austritt aus dem Bündnis gedroht, während der französische Ministerpräsident Emmanuel Macron der NATO den "Hirntod" attestiert. Die inneren Probleme der NATO könnten dem Bündnis zum Verhängnis werden. Kaum ein Mitgliedsstaat ist bereit, für Verteidigung zu bezahlen, zu viele Staaten vertrauen weiter auf die Militärmacht USA, wenn es ernst wird. Doch der Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan 2021 zeigt, diese Zeiten sind vorbei! Wer braucht die NATO noch? Der Ukraine-Russland-Krieg markiert eine "Zeitenwende" - und zeigt auch, wie stark das Verteidigungsbündnis zuvor vernachlässigt wurde, insbesondere in Deutschland. Der Konflikt lässt das Bündnis zwar näher rücken, Sanktionen werden durchgesetzt, Waffen geliefert - aber es zeigen sich auch starke Abhängigkeiten. Wie geschlossen ist das Bündnis wirklich? Mitten im Ukrainekrieg kündigt die NATO einen Strategiewechsel an: Angesichts des wachsenden Einflusses Chinas soll sich die NATO in der asiatisch-pazifischen Region engagieren. Chinas Aufstieg erschüttert sicher geglaubte Machtverhältnisse im Westen. Wiederholt die NATO ihre Fehler bei der neuen Militärmacht China? Zudem entstehen immer neue Kriegsschauplätze: Mit dem Abschuss von Satelliten hat der Krieg im Weltraum längst begonnen.



