In Viernau haben fast alle etwas mit dem Karneval zu tun und so hält er den Ort zusammen. Die nächste Generation steckt schon in den Startlöchern. Jedes Jahr werden ein bis zwei Neue im Elferrat aufgenommen. Sie unterstützen bei den Events und schwappen so langsam vom Jugendelferrat in die Verantwortung für den großen Dorfkarneval. Landauf, landab wird in vielen Orten Karneval gefeiert. Er verbindet Menschen und fördert die Gemeinschaft. Die einen sagen Karneval, die anderen sagen Fasching oder Fastnacht. - Warum ist das so? Welche Traditionen und Ursprünge hat dieses Fest der Verkleidung? Ein Filmteam fragt Experten und hat Karnevalisten aus Viernau in Thüringen ein Jahr lang begleitet. Der Klingelmann läutet zum Beginn der Session den Marsch des Elferrates durch das Dorf mit seiner Glocke ein. Seit dem 11.11. sitzen die Kappen wieder fröhlich wippend auf den Köpfen des Rates. Ab jetzt geht's wieder los, Prinzenproklamation des Dreigestirns, der Bau der Wagen, die Gala und ganz wichtig in Viernau - die Vorbereitung ihrer beiden Umzüge, der erste am Sonntag, der zweite Rosenmontag. Das macht jeder Ort ein wenig anders. In der langen Thüringer Karnevalstradition ist der Viernauer Verein einer der jüngsten, 1954 gegründet. Eine Woche vor Rosenmontag stellt sich dann das richtige Karnevalsgefühl ein. Die Viernauer schmücken ihr Dorf, die Endproben laufen und die Umzugswagen werden fertiggestellt. Richtig fiebrig wird es dann an den beiden Umzugstagen. Der Karneval wird in fast jeder Familie des Ortes gelebt. Nur wenige ziehen weg, die meisten sind befreundet seit Kindertagen, bleiben und gründen Familien. Sie lieben und schätzen das Zusammengehörigkeitsgefühl, besonders beim Karneval, dem größten Event im Dorf.
