Viele Menschen träumen davon, auf eine kleine Insel zu ziehen, um etwas abgeschieden inmitten der Natur zu leben. "die nordstory" begleitet sehr unterschiedliche Menschen, die auf den Ostfriesischen Inseln einen Neustart wagen: für ein Leben geprägt von Ebbe und Flut, den Jahreszeiten und neuen beruflichen Herausforderungen und Chancen. Neu als Inselspediteur auf Spiekeroog Spiekeroog ist knapp 19 Quadratkilometer groß und autofrei. Fest leben hier nur rund 800 Menschen, aber jedes Jahr zieht es viele Urlauberinnen und Urlauber auf die Nordseeinsel. Alles was auf die Insel muss, ob Lebensmittel, Baustoffe oder Gepäck, wird mit dem Schiff geliefert und vom Hafen von der einzigen Spedition weitertransportiert. Als der alte Spediteur aufhören möchte, sucht man händeringend nach einem Nachfolger. Bis sich Frederik Lüders bewirbt. Er kommt aus Jever und war Filialleiter bei einer großen Supermarktkette. Für die Inselspedition krempelt er sein Leben um. "Am schwierigsten wird es, die Insulaner von mir zu überzeugen", sagt Frederik. Sein neuer Job wird zur Mammutaufgabe, denn die Inselspedition arbeitet an 364 Tagen im Jahr im Rhythmus der Schiffsankunftszeiten. Corona legt zunächst das Urlaubsgeschäft lahm, aber im Sommer wird die Insel voll. Frederik und sein Team transportieren dann bis zu 1000 Koffer pro Tag. Neu als Ärztin auf Wangerooge Lange gab es auf der Insel nur einen Arzt. Das machte es zuweilen schwierig, die medizinische Versorgung der Insulaner zu gewährleisten. Dann kam Frau Dr. Annick Goltz nach Wangerooge. Die Ärztin zog zusammen mit ihrem Mann Malte und ihrer damals achtjährigen Tochter Miso aus der Nähe von Rotenburg (Wümme) nach Wangerooge. Die Familie will hier eine neue Existenz aufbauen. Und Annick muss als Hausärztin das Vertrauen der Insulaner gewinnen. Ihr Job in der neuen Heimat verlangt ihr viel ab, denn sie hat jede zweite Woche Notdienst und muss im Sommer viele Touristen versorgen.
