10:20 - 11:25
Arte

    Kontinente in Bewegung

    Dokureihe • CDN, F 2012 • 65 Minuten
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    Staffel 1, Folge 3, Ozeanien

    Australien blieb während seiner gesamten geologischen Geschichte weitgehend von Kontinentalkollisionen oder Abspaltungen verschont. Die sehr alten Gesteinsformationen in der nordwestlichen Region Pilbara liefern daher wertvolle Hinweise auf den Verlauf der frühen Erdgeschichte. Eine der wenigen Spuren einer Kollision findet sich im Herzen des Kontinents: der Uluru - auch bekannt als Ayers Rock -, um den sich zahlreiche Legenden der australischen Ureinwohner ranken. Im Süden des Landes wiederum wurden die ältesten fossilen Spuren tierischen Lebens entdeckt: Die sogenannte Ediacara-Fauna lebte einst in flachen Küstengewässern. Eine leichte tektonische Verschiebung reichte aus, um Teile des Meeresbodens an die Erdoberfläche zu heben - die Überreste der ersten Zweiseitentiere blieben im Gestein erhalten. In der Pilbara-Region konnten Forschende rekonstruieren, wann und wie erstmals Sauerstoff auf der Erde entstand und sich in der Atmosphäre verbreitete. Dieses Ereignis ermöglichte nicht nur die Entstehung neuen Lebens, sondern führte auch zum Aussterben früherer, vom Stickstoff abhängiger Organismen. Davon zeugt bis heute eine dunkle Schicht im Gestein - ein Beleg, nach dem der Geologe Martin Van Kranendonk 20 Jahre lang gesucht hat. Vor rund 200 Millionen Jahren trennten sich Australien, die Antarktis und Neuseeland gemeinsam vom südlichen Großkontinent Gondwana. Später driftete die Antarktis infolge eines Magmaaufstiegs, dessen Spuren bis heute an Australiens Südküste sichtbar sind, weiter südwärts und nahm ihre heutige Position am Südpol ein. Neuseeland hingegen versank größtenteils im Ozean, wurde aber durch den Zusammenstoß mit der Pazifischen Platte teilweise wieder emporgehoben. Der Kontinent Zealandia liegt noch heute zu etwa 70 Prozent unter Wasser.

    Sendungsinfos

    OT
    Originaltitel:
    Kontinente in Bewegung
    Folgesendung: 11:25 / Arte

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