Man könnte die gesamte Bevölkerung Österreichs in den Einfamilienhäusern unterbringen, die im ganzen Land stehen. Dann wären die Städte leer und in jedem Haus würden vier Menschen leben. Dennoch wird scheinbar unbeirrt auf die grüne Wiese gebaut und Boden versiegelt: Supermärkte, Industrie- und Gewerbeparks, aber auch Wohnblöcke und Einfamilienhäuser. Die Folgen sind schwerwiegend für das Klima aber auch für unser Zusammenleben: Ortskerne sterben aus, Nahversorger verlassen das Zentrum und werden besonders für die ältere Bevölkerung schwer erreichbar. Zugleich stehen viele Häuser am Land leer bzw halbleer, während in den Städten der Wohnraum knapp und immer teurer wird. Ein kulturMONTAG Spezial geht der Frage nach, was die größten Baustellen in der Baukultur des Landes sind und in welche Richtung sich Österreich entwickelt. Warum bauen Herr und Frau Österreicher immer noch gerne ihr Haus auf die grüne Wiese? Wie gelingt uns als Gesellschaft ein Umdenken vom neu Bauen zum Umbauen? Welche Instrumente hat die Politik, die zunehmende Bodenversiegelung zu stoppen, dem Ortskernsterben gegenzusteuern und Wohnen leistbar zu halten? Der kulturMONTAG ist unterwegs von Vorarlberg bis ins Burgenland, spricht mit Architektinnen, Bürgermeistern, Stadtplanern, Regionalentwicklerinnen und mit Bewohnerinnen von Stadt und Land und zeigt Problemfelder aber auch Beispiele gelungener Baukultur.





