(1): Undressing my mother Kurzfilm, Regie: Ken Wardrop, Irland 2004, 5 Min. Der Filmemacher Ken Wardrup hat seine Mutter gebeten, sich nackt auszuziehen und ihm von ihrem Leben zu erzählen. Die alte Dame, die ihr Leben lang auf dem Land gelebt hat, entblößt nicht ohne Koketterie sich und ihren dicken Hintern und erzählt vom gemeinsamen Leben mit ihrem verstorbenen Mann, wie der ihre üppigen Formen als Schutz gegen die Kälte lobte und wie sehr sie ihn vermisst. (2): Postcard: Ken Wardrop Ken Wardrops unmittelbar, intimer, warmherziger Film "Undressing my mother" ist Teil des Kurzfilm-Kanons. Wie es dazu kam, dass seine Mutter sich für ihn auszog, und wie viel wirklich wahr ist - dazu heute Wardrop, Jahrzehnte später. Wardrop gehört zu den einflussreichsten irischen unabhängigen Filmschaffenden seiner Generation. (3): Hopptornet (Zehn-Meter-Turm) Kurzfilm, Regie: Maximilien Van Aertryck und Axel Danielson, Schweden 2016, 17 Min. Die Versuchsanordnung des Films gleicht einem Experiment. Schwimmbad, innen, Tag. Zehn-Meter-Turm. Die Kamera ist auf die Plattform gerichtet. Auch der Ton läuft mit, so dass der Zuschauer alles hören kann, was sich abspielt - dort oben. Verschiedene Menschen, allein, mit Freund oder Partner, besteigen den Turm, trauen sich bis an den Rand der Plattform, schauen nach unten. Dann ist erst einmal Pause. Was lässt die Menschen springen? Was bedeutet die Höhe? Was erfordert mehr Mut - springen oder rückwärts wieder herunterklettern? Die Spannung der Betrachtung löst sich im Moment des Sprungs, genauer: im Moment des Schreis. Erleichterung auf beiden Seiten. Was bleibt, ist Ruhe. (4): Begegnung: Niels Putman Ein Gespräch mit dem Ko-Initiator des Kurzfilm-Kanons, Niels Putman. Wie kam es dazu und wie geht das eigentlich?