(1): Letzter Tag in Sofia Kurzfilm von Denis Spiridonov, Frankreich, Bulgarien, 2025, 21 Min. Dima hat Russland im Februar 2022 verlassen. Doch nach anderthalb Jahren in Sofia, ohne Arbeit und ohne Auskommen, fällt es ihm immer schwerer, seinen Überzeugungen treu zu bleiben. Kurz vor der Rückkehr in sein Heimatland muss er seine Entscheidung überprüfen und dem Krieg ins Auge sehen. Auf den Film folgt ein Gespräch mit dem Regisseur. (2): Rukeli Kurzfilm von Alessandro Rak, Italien, Schweden, 2025, 5 Min. Johann Wilhelm Trollmann war Mittelgewichtsboxer in der Weimarer Republik und im sogenannten Dritten Reich. Als erster Sinto der Welt errang er einen Meistertitel in dieser Gewichtsklasse. Sein tänzelnder Kampfstil ging in die Annalen des Boxsports ein. Im Zuge der Nürnberger Rassengesetze wurde er 1942 in das KZ Neuengamme deportiert und 1944 im KZ-Außenlager Wittenberge ermordet. (3): Privatvorstellung - "Rukeli" Ophir Levy ist Dozent für Filmwissenschaft an der Universität Paris 8. In seiner Doktorarbeit untersucht er die Migration von Archivbildern der Deportation sowie die unterschwellige Wirkung der Erinnerung an die Shoah im zeitgenössischen Kino. Er kommentiert "Rukeli". (4): Festgehalten Kurzfilm von Esteban Azuela, Mexiko, 2024, 18 Min. In den Straßen Mexikos regiert die Gewalt. Joel führt ein Doppelleben: Tagsüber repariert er Automotoren, aber richtig dreckig macht er sich die Hände bei seinen nächtlichen Aktivitäten ... Heute muss er die schwierigste Maschine von allen reparieren: seine eigene zerrüttete Existenz. (5): Privatvorstellung - "Die blaue Grenze" Prof. Dr. Tania Racho ist eine Expertin für Europarecht. Sie kommentiert den mittellangen Film "Die blaue Grenze".