Habgier und Machthunger verderben den Charakter - so die Moral des Märchens "Vom Fischer und seiner Frau". Ilsebill, die Frau von Fischer Hein, will immer mehr: Eine Hütte, ein Schloss, dann will sie König und sogar Kaiser werden. All die Wünsche erfüllt ihr ein Butt. Kein gewöhnlicher Fisch, sondern ein verwunschener Prinz. Was lässt sich noch von diesem Märchen lernen? Um das herauszufinden, begibt sich Moderatorin Clarissa Corrêa da Silva auf eine erlebnisreiche Märchenreise quer durch Deutschland. Privat lebt die Moderatorin in Berlin. Fischer und Fischerinnen gibt es hier nicht. Oder doch? Am Müggelsee trifft Clarissa Maria Thamm und ihren Vater Andreas. Familie Thamm lebt vom Fischfang. Maria und Andreas zeigen Clarissa, wie es geht. Im Märchen wirft Fischer Hein eine Angel aus. Das ist heute eher was für Amateure. Profis wollen mehr Fische auf einmal fangen und nehmen Netze. "Buttje, Buttje timpete", so ruft Fischer Hein im Märchen den Butt, wenn Frau Ilsebill einen neuen Wunsch hat. Was bedeutet das? Clarissa will es wissen und reist nach Norddeutschland. Im Jugendtheater der Schleswiger Speeldeel erklärt ihr die Crew: Der Butt im Märchen spricht platt. So wie die Kinder und Jugendlichen am Theater. Auch Clarissa bringen sie ein paar Sätze auf Plattdeutsch bei. Sie soll das Theaterstück ansagen. Wird das glattgehen? Nicht nur Ilsebill wird vom Butt belohnt. Auch Fischer Hein. Die Fische beißen. Und wie! Hein verschenkt einen Teil seines Fangs an eine befreundete Familie. Das macht auch Heiko Hoffmann ab und an. Der Fischverkäufer nennt sich "Aal Hinnerk" und tourt als Marktschreier durch Deutschland. Von ihm lernt Clarissa, wie sie mit lauter Stimme und leiser Selbstironie Räucherfische an Passanten verkauft. Für Clarissa geht es weiter nach Brandenburg. In Luckau zeigt Konditormeister René Klinkmüller ihr, wie man kleine, edle Törtchen herstellt - sogenannte Petits Fours.