Die 17-jährige Kira kam als Junge zur Welt. Vor fünf Jahren sagte sie ihren Eltern: "Ich bin ein Mädchen". Nach dem ersten Schock fragten sich Kiras Eltern, wie sie ihrem Kind helfen können, die Pubertät stand vor der Tür. "Wir fragten uns: Aber was, wenn es nur eine Phase ist?", erinnert sich Kiras Mutter. Sollten sie medizinischen Maßnahmen zustimmen oder nichts tun? Beides kann Schaden anrichten. Ein Dilemma. Der Leidensdruck von Kindern und Jugendlichen, die sich im falschen Geschlecht wahrnehmen, ist groß und kann bis zum Suizid führen. Groß ist oft auch der Wunsch nach Geschlechtsangleichung. Diese Transition kann durch Hormonbehandlungen und Operationen erfolgen. Die Eingriffe haben jedoch Nebenwirkungen. Kinder und Eltern sollten vor einer Therapie sicher sein, dass die Transidentität bleibt. Denn es gibt auch Phasen, in denen Kinder und Jugendliche Geschlechterrollen ausprobieren - ohne trans* zu sein. Wie lässt sich der Unterschied herausfinden? Eine Suche nach Antworten.
