Mike Stern steht wie wenig andere für die gelungene und lustvolle Verbindung von Jazz und Rockmusik. Der Gitarrist, 1953 in Boston geboren, ist ein nahbarer Weltstar des Fusionjazz. In der Kultband "Blood, Sweat & Tears" begann er seine Karriere, die ihn zu E-Bass-Ikone Jaco Pastorious führte und von dort Anfang der 80er Jahre zu Trompeter Miles Davis. Durch Davis' Live-Album "We want Miles" wurde auch Stern als Gitarrist zum Star. Aber er selbst gibt sich immer ganz bescheiden und zugewandt freundlich. In der Burghauser Wackerhalle trat er mit seiner Frau Leni auf, einer versierten Gitarristin, die 1952 in München geboren wurde. Das Miteinander in Sterns Band ist geprägt von großem Respekt, Zuneigung und herzlicher Innigkeit. Die drei jungen Begleiter der Sterns, Tenorsaxophonist Gábor Bolla, E-Bassist Noam Tanzer und Schlagzeuger Juan Chiavassa, bekommen in diesem packenden Rockjazz-Gefüge viel Freiraum, um als virtuose Solisten und druckvolle Unterstützer zu glänzen. Mike Sterns Auftritt in Burghausen war ein sympathisches Stargastspiel allererster Güte.
