Adelige Namen, historische Wappen und jahrhundertealte Familiengeschichten prägen bis heute das Bild zahlreicher landwirtschaftlicher Betriebe in Niederösterreich. Doch welche Rolle spielt dieses Erbe in einer modernen Wirtschaftswelt? Und wie gelingt es alten Familienbetrieben, Tradition nicht nur zu bewahren, sondern als wirtschaftliche Ressource für die Zukunft zu nutzen? Das "Österreich-Bild" aus dem ORF Landesstudio NÖ (Regie: Alexander Frohner, Kamera: Dominik Spritzendorfer und Oliver Indra) begleitet Familienbetriebe, die zwischen historischem Erbe und zeitgemäßem Unternehmertum neue Wege gehen. Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeiten, die ihre Geschichte nicht als nostalgische Erinnerung verstehen, sondern als Grundlage für Innovation, Nachhaltigkeit und langfristiges Wirtschaften. Die Dokumentation besucht die Liegenschaften der Familie Liechtenstein im Weinviertel, deren traditionsreiche Hofkellerei zu den ältesten Weinbaubetrieben Europas zählt. Mit modernsten Methoden, ökologischem Pflanzenschutz und ambitionierten Renaturierungsprojekten in den Marchauen setzt die Familie auf nachhaltige Entwicklung und beweist, dass Innovation seit Generationen Teil ihrer Tradition ist. Im Marchfeld zeigt die Familie Brandenstein auf dem historischen Markhof in Lassee, wie sich ein historischer Gutsbetrieb erfolgreich neu erfinden kann. Wo einst Europas größter Pferde-Rennstall beheimatet war, werden heute Bio-Erdbeeren und Spargel produziert. Historische Bausubstanz und moderne Landwirtschaft gehen dabei eine bemerkenswerte Verbindung ein. Einen anderen Weg beschreitet Ferdinand Trauttmansdorff mit dem Gut Dornau an der Triesting. Seit dem 16. Jahrhundert sind die Fischteiche bei Leobersdorf in Familienbesitz. Hier steht weniger der adelige Hintergrund als vielmehr die über Generationen weitergegebene Erfahrung im Mittelpunkt, die eine nachhaltige und hochwertige Fischzucht ermöglicht. Auch die Familie Bubna-Litic hat ihre Geschichte in die Zukunft übersetzt.





