Bei Hirayama gleicht ein Tag dem nächsten: Aufstehen, Bett machen, Bonsais pflegen. Im Bad Zähne putzen, Blaumann anlegen - und ab zur Arbeit. Hirayama verantwortet die Hygiene in einem der architektonisch wunderbaren Toilettenhäuschen von Tokio, eine Tätigkeit, der er mit fast schon besessener Akribie nachgeht. Als eines Tages seine Nichte Niko an seine Tür klopft und um Unterschlupf bittet, bekommen Hirayamas perfekte Tage erste Risse... Wim Wenders Tokio-Märchen gleicht einer kathartischen Erfahrung, auf die man sich einlassen muss, soll sie ihre Wirkung entfalten. Es passiert wenig und zugleich jede Menge, gleich einer visualisierten Meditation, bei der Gedanken kommen und gehen dürfen. Was macht ein erfülltes, glückliches Leben aus? Wenders zeigt's uns...
