Kanzler Friedrich Merz hat in seiner Eröffnungsrede den Ton gesetzt: Europa wolle mehr Verantwortung in der transatlantischen Partnerschaft übernehmen, wovon nicht nur der alte Kontinent profitiere, sondern auch die USA selbst. Gleichzeitig hat er klar gemacht, dass er den Kulturkampf der Maga-Bewegung nicht mittragen will. Damit ist klar: Merz setzt trotz aller Differenzen weiter auf das Beistandsversprechen der US-Amerikaner. Wie verlässlich ist das? Ist das Angebot des französischen Präsidenten Macron einer nuklearen Teilhabe vielleicht eine Alternative? Immerhin hat Merz das Gesprächsangebot als erster deutscher Kanzler angenommen. Der Kanzler bekräftigte darüber hinaus den Anspruch, die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee in Europa zu machen und in Abstimmung mit den europäischen Partnern eine Führungsrolle zu übernehmen. Aber wie genau soll die aussehen? Wie und bis wann ist Europa in der Lage, sich selbst zu verteidigen für den Fall, dass Putin ernst macht und die NATO angreift? Darüber diskutiert WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni mit ihren Gästen: * Markus Bickel, Table.Media * Sina-Marie Schweikle, Süddeutsche Zeitung * Christoph von Marschall, Der Tagesspiegel * Pascal Beucker, taz