Die Vulva, das unbekannte Wesen "Die meisten von uns haben ihre eigene Vulva noch gar nicht angekuckt", weiss die klinische Sexologin und Psychotherapeutin Dania Schiftan. Dieses Unwissen könne massive Konsequenzen in der Sexualität haben. Gemäss Umfragen sind nur die Hälfte der Frauen in der Lage, eine Vulva zu zeichnen. "Puls" macht die Probe aufs Exempel und fordert Passantinnen und Passanten auf, eine Vulva zu zeichnen. Haben Frauen weniger Lust als Männer? In den Betten von Heteropärchen klafft eine Lücke: Während die meisten Männer regelmässig zum Orgasmus kommen, gehen Frauen öfter leer aus. Ein Grund dafür ist, wie sie beim Hetero-Paarsex stimuliert werden. Nämlich oft falsch, sagt die Gynäkologin Mandy Mangler. Dabei ist das sexuelle Universum der Frau weit - mit vielen erogenen Zonen, die Frauen zu rauschenden Orgasmen verhelfen könnten. Allen voran die oft vernachlässigte Klitoris. Sie ist bedeutender für die Lust der Frau, als viele wissen. Die (falsche) Lust im Kopf? Welch wichtige Rolle das Gehirn beim Sex spielt, erklärt Neurowissenschaftlerin Celeste Bittoni. Dass es für erfüllten Sex die Penetration des Penis braucht, sei falsch und gelte nur für Männer. Frauen bevorzugen externe Stimulation. Und sie stimmen sich eher mental ein als körperlich, werden angetörnt durch sexuelle Fantasien. Doch weil die Lust der Frau lange ein gesellschaftliches Tabu war, kennen viele Frauen ihre Bedürfnisse nicht besonders gut und wissen nicht, was ihnen im Bett gefällt. Lust ist lernbar All das kann man lernen, sagt Sexologin Dania Schiftan. Denn am Ende haben Frauen genauso viel Lust auf Sex wie Männer und sind auch nicht komplizierter. Erogene Zonen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Frauen können lernen, was ihnen den grössten Spass im Bett bringt, ob sie ein empfindliches G-Areal haben - und wie sie regelmässig zum Orgasmus kommen. "Puls"-Chat - Fragen und Antworten zum Thema weibliche Lust Sie sind weiblich und haben nur selten oder gar nie einen Orgasmus?





