Seit 1890 soll es in Telfs beim großen Schleicherlaufen nicht geregnet haben. Vermutlich liegt das daran, dass die Telfer schon in Früh in einer Prozession mit der Sonne durch den Ort ziehen und um gutes Wetter bitten. Vielleicht liegt es auch daran, dass der ganze Ort diesem besonderen Tag entgegenfiebert. Schließlich haben sie mit enormen Aufwand Wagen gebaut, Esel an den Umzugslärm gewöhnt, Ziegenböcken das Tanzen beigebracht, sich als Naz die Zähne reißen lassen, eigene Plaketten gießen lassen, Baumbart geerntet, Schnaps gebrannt, Elefanten und Giraffen gezähmt, prächtige Kostüme genäht. Kurzum: der ganze Ort ist im Ausnahmezustand. Und mit ihnen mehr als 15.000 Besucher. Schließlich zählt die Telfer Fasnacht seit 2010 zum immateriellen UNESCO Weltkulturerbe.
