Manon (Flavie Delangle) haut per Autostopp von zuhause ab, sie fährt aus Graubünden, wo sie bei ihrer Mutter aufgewachsen ist, in Richtung Frankreich. In Belfort will die Siebzehnjährige ihren Vater finden, den sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Als erstes landet sie in der lokalen Eishalle, wo ihr Vater früher gearbeitet hat. Das Eis zieht Manon von klein auf wie magisch an, sie ist eine talentierte Eishockeyspielerin, in Chur spielte sie mit den Jungs bei den Elite-Junioren, wurde aber nach einer Schlägerei ausgeschlossen. Ihr Vater wohnt am Rand von Belfort, wo er mit seiner neuen Frau und ihrem kleinen Baby eine Gärtnerei betreibt. Bei Manons Ankunft ist er nicht da - und seine Frau weiss nichts von einer Teenager-Tochter. Trotzdem lässt sie Manon bei sich wohnen. Während sie auf ihren Vater wartet, schliesst sich Manon den Jugendlichen vor Ort an. Rasch wird sie in die Eishockeymannschaft der Jungs aufgenommen und freundet sich mit Karine (Sarah Brmms) an, die als ehrgeizige Eiskunstläuferin mit Verletzungen und Selbstzweifeln kämpft. Zwischen den beiden jungen Frauen entsteht eine fragile, intensive Nähe, die von gegenseitiger Anziehung, aber auch von Unsicherheit geprägt ist. Gleichzeitig muss Manon sich darüber klar werden, wie wichtig ihr der noch immer abwesende Vater ist und wohin sie selbst will, um ihren grossen Traum von der Eishockeykarriere zu verwirklichen. "Rivière" von Hugues Hariche war beim Schweizer Filmpreisen 2024 für das beste Bild und die beste Musik nominiert. Dank der grossartigen Hauptdarstellerin Flavie Delangle ist es mehr als ein klassische Coming-of-Age-Drama. Kino-zeit.de meint dazu: "Für die adoleszenten Konflikte findet Regisseur Hugues Hariche in der Konzentration auf seine rebellisch-verletzliche Hauptfigur eine empathische Form: Vieles wird durch Blicke, durch das Unausgesprochene und Beiläufige erzählt." "Delikatessen" zeigt "Rivière" im französischen Original mit deutschen Untertiteln.
