Die Hoffnungen waren groß: Das Jahr 2025 sollte der Ukraine endlich den Frieden bringen - oder doch immerhin einen Waffenstillstand. Zumindest hatte das der amerikanische Präsident, Donald Trump, bereits während seiner Kandidatur, vollmundig angekündigt. Doch die Realität sah und sieht ganz anders aus: pausenlose Angriffe aus Russland, Kälte und Stromausfälle, die Gesellschaft leidet, die Armee ist erschöpft. Das letzte Jahr hat die Ukraine und ihren Präsidenten an Grenzen gebracht: militärische Rückschläge, Korruptionsskandale im Innern und kaum berechenbare diplomatische Verhandlungen auf der außenpolitischen Bühne. Mehr denn je musste Selenskyj um Rückhalt kämpfen - im Land wie auf internationaler Bühne. Fast pausenlos ringt er, um Waffenlieferungen oder um Sicherheitsgarantien - die Reaktionen: höchst wechselhafte Signale aus Washington und diplomatische Schachzüge in Europa, während Präsident Putin unbeirrt weiter angreifen lässt. Der Film rekonstruiert zentrale Momente des Krisenjahres 2025: die Eskalation beim Besuch Selenskyjs bei Donald Trump im Oval Office, das ständige Hin und Her in den Friedensgesprächen und den Druck der europäischen Verbündeten. Aber auch die Folgen militärischer Entscheidungen der Ukraine und den Korruptionsskandal, der die größte innenpolitische Krise seit Selenskyjs Amtsantritt ausgelöst hat. Internationale Expertinnen und Experten ordnen diese Entwicklungen ein: der amerikanische Politologe Charles Kupchan, die Sicherheitsexpertin Claudia Major, ARD-Korrespondent Vassili Golod, der Journalist Simon Shuster, die ukrainische Antikorruptionsaktivistin Daria Kaleniuk sowie Investigativjournalist Denys Bihus. Der Film von Christoph Peters zeigt Volodymyr Selenskyj als Staatschef im Ausnahmezustand, zwischen Durchhaltewillen, Machtanspruch und der Suche nach einem Frieden, der nicht die Kapitulation der Ukraine bedeutet - ein Präsident unter Druck, den der Krieg erfahrener, mächtiger, aber auch umstrittener gemacht hat.



